Gemeinsames Wandern beim Partnerschafts-Jubiläum

Marmoutier

26. Juni 2016

Beim Schwarzwaldverein Sasbach reihen sich die Wochenenden mit den Höhepunkten des Jahresgeschehens eng aneinander: erst das eigene Vereinsfest über zwei Tage hinweg auf der Metzenhalde, acht Tage darauf die Begegnung mit dem Vogesenclub aus Marmoutier. Auch hier gab es ordentlich was zu feiern: das Jubiläumsfest zwischen den Partnergemeinde aus dem elsässischen Marmoutier und der mittelbadischen Gemeinde aus Sasbach (wir berichteten). Eingebettet in diese Feierlichkeiten trafen sich auch die Wanderer beider Kommunen: die Mitglieder des Vogesenclubs aus Marmoutier und die des Schwarzwaldvereins Sasbach.

Die Begegnungen dieser beiden Wandervereine haben ebenfalls schon eine lange Tradition und sind stets von großer Herzlichkeit und Kameradschaftlichkeit geprägt. Guy Muller, der Vorsitzende des gastgebenden Vogesenclubs, ließ es sich nicht nehmen, die Gäste mit Kaffee und Hefekuchen zu bewirten, ehe man sich gemeinsam “auf Schusters Rappen” auf den Weg machte. Eigentlich hatte Guy Müller für diesen gemeinsamen Wandertag eine andere Wanderstrecke vorgesehen, die jedoch aufgrund der großen Regenmengen teilweise überschwemmt und daher nicht zu begehen war. Jedoch die “Alternative”, der Gang über den nahen “Tannenwald-Rundweg” lohnte sich allemal: immer wieder ergaben sich geänderte Waldstimmungen, besonders erfreuten sich die Wanderer beider Vereine an der wunderschönen Aussicht auf die Ruine der Felsenburg “Haut Barr”, die vor knapp tausend Jahren den Straßburger Bischöfen als Stammsitz diente und in ihrer imponierenden Größe des herrlich bewaldete “Tal der Zorn” überragt. Inmitten der großen Wandergruppe war auch Angèle Italiano-Kalck, die Tochter des französisschen Initiators dieser Partnerschaft, eine gerne kontaktierte Ansprechpartnerin, die den europäischen Gedanken ihres Vaters weiterträgt. Eine der Stationen dieses Rundwegs: der “Pfaffenberg”, der mit diesem Namen noch heute darauf hinweist, dass sich in dieser Gegen ehemals auch Mönche niedergelassen hatten. Gerade von dieser Erhebung war der Ausblick über die Wiesen-, Feld- und Waldlandschaften ein wahrer Genuss. Guy Muller wies von den Aussichtspunkten auch auf die nahe Erhebung des “Schneeberges” und des “Brotschbergs” hin, tief unten war das malerisch gelegene Dörfchen “Dimbstahl” zu sehen, in einer anderen Richtung “Grand und Petit Geroldseck”.  Ihre ganz eigenen Geschichten erzählte auf dem Weiterweg “das Kreuz von Willerholz” sowie die Kapelle St. Blasius vom Sindelsberg – beide Sehenswürdigkeiten eng auch mit der Historie der Stadt Marmoutier verbunden.

Zur Mittagszeit reihten sich die Wanderer beider Vereine wieder in die Menge der Festgäste auf dem Rathausplatz in Marmoutier ein – und erlebten dabei, dass der Spruch vom “Essen und Trinken wie Gott in Frankreich” gar nicht so weit hergeholt ist. Der Nachmittag galt einem weiteren Wandererlebnis: bei einem Abstecher auf den nahegelegenen Koppenberg konnten die Teilnehmer erneut weite Aussichten genießen. Den Abschluss bildete schließlich der Gang über einen “Rosenkranzweg” auf der Kopp, ehe man sich wieder auf den Rückweg nach Marmoutier machte. Wieder zurück in der Stadt der Feierlichkeiten, gab es weitere Stärkungen “für Leib und Seele”, ehe man sich für die Rückfahrt bereit machte. Zuvor ließ es sich Albert Bohnert nicht nehmen, sich  im Namen der großen Wandergruppe aus dem Sasbachtal beim Vogesenclub aus der Partnergemeinde für den herrlichen Tag und die herzliche Aufnahme zu danken; noch lange werde man an diese festliche und harmonische Begegnung zurückdenken.

Walter Lang

Bild:

Gemeinsam über den “Tannenwald-Rundweg” bei Marmoutier unterwegs: die beiden Wandergruppen des gastgebenden Vogesenclubs aus Marmoutier und die Gäste des Schwarzwaldvereins Sasbach. Im Bild vorn (mit roter Weste) die beiden Vereinschefs, Guy Muller (Vogesenclub Marmoutier) und daneben Albert Bohnert, der Vorsitzende des Sasbacher Schwarzwaldvereins