„Teilbesteigung” des Matterhorns

24. bis 27. August 2008

Die „Teilbesteigung” des Matterhorns markierte den Höhepunkt der Hochgebirgstour des Schwarzwaldvereins Sasbach-Obersasbach, dessen Wanderführer Werner Gutenkunst eine einmalige Tour organisiert hatte. Ziel war die Gegend um den „Hausberg“ von Zermatt, den die Mitglieder der Wandergruppe bei ihren viertägigen Bergtouren ständig vor Augen hatten. Nach der Ankunft ging es mit der Zahnradbahn „Alpen Metro Sunnega“ in Richtung Sunnega Paradise (2288 Meter), von wo aus bei wunderschönem Wetter Stationen wie der Leisee, der Stellisee und die Fluhalp mit 2616 Metern zu Fuß erreicht wurden. Von hier aus gab es einen hervorragenden Blick auf das Matterhorn und die Bergwelt um Zermatt. Am nächsten Morgen startete die Gruppe bei idealem Wanderwetter zur großen Tagestour, die mit einem Gesamtanstieg von über 1200 Metern und einer Gehzeit von fast acht Stunden von den Teilnehmern einiges abverlangte. Ein steiler Anstieg bis Edelweiß (1961 Meter) und entlang des Triftbaches bis Trift (2337 Meter) sorgten für einige Schweißtropfen und für schöne Ausblicke. In steilen Serpentinen ging es weiter bis auf den Höhbalmenweg, wo auf 2788 Metern der höchste Punkt des Tages erreicht wurde. Von hier aus ging es über den Zmutgletscher zurück nach Zermatt.
Mit Sonnenschein pur und den Gondeln von Zermatt ging es am dritten Tag in Richtung Matterhorn, wo die Gruppe zunächst für einen Schweizer Fotograf und eine Wanderzeitung posierte. Danach startete die Bergtour Richtung Matterhornhütte/Hörnlihütte, wobei nach über 700 Höhenmetern die 3000er Grenze überschritten wurde. Das „kleine” Reststück bis zum Gipfel (4478 Meter) sparten sich die Wanderer aus dem Schwarzwald, einige versuchten jedoch ihr Bergsteigerglück und stiegen in die Wand ein. Vom Gipfel zurückkehrende Bergsteigergruppen berichteten, dass dieses 1865 erstmals erfolgreich bezwungene Teilstück sehr hohe Anforderungen an die alpinen Fähigkeiten stellt. Vor der Heimreise standen die Erkundung von Zermatt und ein Besuch im Matterhornmuseum auf dem Programm, bevor es mit Alphornklängen zurück in die Heimat ging. Beim Abschluss im „Rössel” dankten Günter Mahle und Albert Bohnert im Namen aller Wanderführer Werner Gutenkunst für die hervorragend organisierte Tour.