Radtouren zwischen Salzach und Inn

2001

Der Schwarzwaldverein Sasbach unternahm Radtouren „zwischen Salzach und Inn“, die Wanderführer und Organisator Rudi Rapp zusammengestellt hatte. Mit einem Reisebus erfolgte die Anfahrt ins Bayrische, wobei man sich gleich am ersten Tag etwas „warmradeln“ konnte. In Mühldorf am Inn angekommen, wurden die Fahrräder bestiegen. Nach einem kleinen Eindruck der dortigen Altstadt nahmen die Radler Kurs auf das Städtchen Altötting. Gut aufgehoben fühlte man sich auch in den nachfolgenden Tagen im Hotel „Plankl“. Schon bei einem abendlichen Rundgang war erkennbar, dass die Anziehungskraft des Wallfahrtsortes nach wie vor ungebrochen ist.
Anderntags wurde die größte Fahrtstrecke der Radwandertage in Angriff genommen: über die alte Poststraße ging es der Grenze zum Nachbarland Österreich entgegen; Emmerting, Hohenwart, Mehring und Lindach wurden „im Vorbeifahren genommen“. Entlang dem Grenzfluss Salzach ging es bis zum Städtchen Burghausen, dem die längste Burganlage Deutschlands ihren Namen gab. Nach der Flussüberquerung war wenig später der Blick auf das gesamte Burg- und Stadtpanorama der Lohn für so manchen Schweißtropfen. Ein wenig später erreichter Aussichtspunkt ermöglichte den Blick über die Flussregionen von Salzach und Inn, die sich unweit davon zu einem gewaltigen Wasserlauf vereinigten. Weiter führte der Radweg dem Inn entlang bis zum Städtchen Braunau, um dort wieder auf die „deutsche Flussseite“ überzuwechseln. Ein beachtliches Teilstück der Rückfahrt nach Altötting führte durch den Alzgerner Forst. Eine ganz andere Richtung wurde anderntags eingeschlagen: zunächst wurde Neuötting angefahren, um von dort aus über den Inntalweg in Richtung Perach zuradeln. Die Sehenswürdigkeiten am Wege ließ man nicht unbeachtet – darunter auch ein liebevoll aufgebauter Kalkbrandofen, der vor einem halben Jahrhundert noch seinem ursprünglichen Zweck diente. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten zählten auch die Wallfahrtskirche in Marienberg und die ehemalige Klosterkirche der Zisterzienser in Raitenhaslach. Die tiefsten Eindrücke gab es wohl bei der Besichtigung der Burganlage in Burghausen, die sich über einen Kilometer erstreckt und noch heute erahnen lässt, welches Leben sich über Jahrhunderte hinweg hier abspielte.
Zurück in Altötting, sorgten tausende von Wallfahrern mit ihrer Lichterprozession für einen tiefen Eindruck. Auch eine. „Bauernland- und Bundwerkstadlradtour“ hatte Rudi Rapp zusammengestellt, bei der das hügelige Land etwas Kondition erforderte. Ein abendliches, festliches Essen, ein launiger Gastgeber und herrliche Stubenmusik entschädigten für die Mühen dieses Tages. Anderntags gab es noch die eine oder andere Besichtigung, ehe dann wieder die Fahrräder aufgeladen wurden. Im Namen aller Teilnehmer dankte die Vorsitzende Gisela Höß Wanderführer Rudi Rapp für die umsichtige Leitung,