Wandertreffen in Sexau

18. Oktober 2015

Über 100 Teilnehmer waren beim überregionalen Familienwandertreffen des Hauptvereins in Sexau dabei. Wir waren mit 17 Teilnehmern ganz stark vertreten.

Am Treffpunkt, dem Wanderparkplatz Horneck, erwartete uns das Organisationskomitee um Familienreferentin Diana Jakobschy und Lars Nilson und Stefan Rees vom Familienbeirat des Schwarzwaldvereins. Seitens des Präsidiums begleitete uns am heutigen Familienwandertag auch Neu-Vizepräsident Peter Wehrle.

Das Tagesziel war die Ruine Hochburg, nach dem Heidelberger  Schloß die zwei­t­größte Burganlage in Baden.

Vorbei am wirklich schön angelegten Waldspielplatz beim Sportplatz des FV Sexau kurzwanderten wir ca. 3 km auf einem kinderwagentauglichen Forstweg in Richtung Burg. Die Kinder grübelten auf dem Weg dorthin am Naturquiz, das Diana vor dem Start an alle Kinder verteilt hatte. Bei dem Quiz wurden Fragen zur heimischen Flora und Fauna gestellt. Gut, wer sich mit Eichhörnchen, Laubblättern, Fraß- und Fußspuren gut auskennt. Auch gut wenn nicht, schließlich sollen die Kinder beim Schwarzwaldverein, stets verbunden mit Spaß am Wandern, auch Neues über Landschaft unf Natur erfahren und einfach auch ä bissl was dazulernen. Die Eltern durften selbstverständlich helfen.

Nachdem der Wald durchschritten war öffnete sich die Landschaft und wir erreichten inmitten der Reben schon bald die Ruine Hochburg. Welch schönes Bild. Hier das bunte Herbstlaub der Reben, dort die imposante Burganlage der Hochburg, wo uns das „Familienbanner“ des Schwarzwaldvereins schon von Weitem begrüßte.

Vor dem Sturm der Burg war noch eine Vesperpause an der Rebberghütte am Fuße der äußeren Ringmauer eingeplant. Inzwischen zeigte auch die Sonne genug Kraft, um den Hochnebel des Morgens zu durchbrechen. Umso schöner der Blick ins Brettenbachtal zurück nach Sexau.

Nach dem Vesper mussten wir nur noch der Ringmauer an der Ostseite der Burganlage folgen, um den Haupteingang zu erreichen, wo uns bereits die Burgführer aus dem Mittelalter erwarteten. Wegen der zahlreichen Teilnehmer wurden wir auf verschiedene Gruppen aufgeteilt und los ging die Führung …

Die Burg wird seit 1971 vom „Verein zur Erhaltung der Ruine Hochburg“ mit großem Einsatz gepflegt und instandgehalten. Auf der Webseite des Vereins heißt es über die Ruine Hochburg bei Emmendingen:

„Als Burg »Hachberg« wurde sie im 12. Jahrhundert erstmals erwähnt; als Gründer und erste Besitzer kommen die Herren von Hachberg infrage. Seit dem 13. Jahrhundert waren die Markgrafen von Baden mit der Seitenlinie der Hachberger Besitzer und Nutzer der Anlage. Die große Zeit der Burg begann im 17. Jahrhundert, als Markgraf Georg Friedrich von Baden sie zur Festung ausbauen ließ. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie jedoch 1636 gründlich zerstört. Zwar vollendete Markgraf Friedrich VI. von Baden 1660 den Wiederaufbau, doch der Pfälzische Erbfolgekrieg führte 1689 zur endgültigen Zerstörung. Danach blieb die Hochburg Ruine und diente nur noch als Quelle romantischer Impressionen und sagenhafter Geschichten. Die Ausdehnung der heutigen Anlage sowie ihre noch vorhandenen Gebäude mit aufschlussreichen Baudetails zeugen eindrucksvoll von der Bedeutung der Festung im 17. Jahrhundert“

Sollten Sie mal in der Nähe sein, können wir einen Besuch der Burganlage sehr empfehlen. Wegen der hohen Sicherheitsauflagen sind sehenswerte Teile der Ruine nur im Rahmen einer Führung zugänglich. Nutzen Sie dieses Angebot, nur so kommen Sie auch in die Rossmühle und in die Pfisterei.

Nach der Führung gab es im „Schneckenhaus“ warme Wienerle im Weck, mittlerweile war es schon kurz nach 13 Uhr und Zeit zum Mittagessen. Selbstgebackenes zum Dessert versüßte das Ganze. Ein herzliches Dankeschön den Organisatoren.

Derart gestärkt sollte die Spannung nicht länger hinausgezögert werden. Welche Spannung?

Im Vorfeld war bereits angekündigt, dass auf der Burg die Preisträger des Familien-Fotowettbewerbes unter dem Motto „Wege ins Glück“ geehrt werden. Nicht nur Glück hatten die TOP 3, die unter den zahlreichen Teilnehmern als Sieger ausgelobt wurden. Der erste Preis ging an die Ortsgruppe Renchen, zweiter wurde die Ortsgruppe Oberkirch. Unsere Region war also sehr erfolgreich. Dritter wurde die Ortsgruppe Teningen. Wir vom Schwarzwaldverein Sasbach/Obersasbach gratulieren den Gewinnern recht herzlich.

Am nächsten Fotowettbewerb „Im Zeichen der Raute“ wollen wir dann auch teilnehmen. Mal kucken, ob wir das hinkriegen.

Deutlich früher als angekündigt machten wir uns gegen 15 Uhr wieder auf den Rückweg zum Wanderparkplatz beim Sportplatz beim Spielplatz. Auf dem Sportplatz spielten inzwischen zwei Jugendmannschaften und auf dem Spielplatz spielten bald ganz viele Kinder aus allen Ecken des Schwarzwalds.

Und das ist gut so.

Stefan Kunner

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familie3Gruppenfoto: Diana Jakobschy, Schwarzwaldverein

volle Distanz: 2986 m
Maximale Höhe: 342 m
Minimale Höhe: 226 m
Gesamtanstieg: 176 m
Gesamtabstieg: -66 m
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