Wendeltreppe für den Turm

Nutzungsvereinbarung für den Bismarckturm zugestimmt

Die Sanierungsarbeiten am „Bismarckturm" auf der Hornisgrinde durch den Schwarzwaldverein Sasbach-Obersasbach haben begonnen. Der Sasbacher Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig der vorgelegten Nutzungsvereinbarung zugestimmt, die zwischen den Gemeinden Sasbach und Sasbachwalden sowie dem Schwarzwaldverein, Ortsgruppe Sasbach-Obersasbach, geschlossen wird. Beschlossen wurde von den Gemeinderäten auch, dass die Gemeinde Sasbach die Sanierungsarbeiten des Schwarzwaldvereins in einer Größenordnung von bis zu 10 000 Mark unterstützt.
Der „Bismarckturm" steht am höchsten Punkt der Hornisgrinde auf der gemeinsamen Grenze der Gemeinden Sasbach-Obersasbach und Sasbachwalden, er wurde 1844 errichtet. Bei dem „historischen trigonometrischen Turm" handele es sich um ein Objekt, das keine Nutzung mehr habe, da er nicht mehr zu Vermessungszwecken diene, so der Wortlaut der Vereinbarung. „Der Turm markiert jedoch in spektakulärer Weise die Anfänge der Landesvermessung im Großherzogtum Baden" und soll von daher aus Gründen der Denkmalpflege auch erhalten bleiben.
Wie Ortsvorsteher Albert Doll berichtete, habe sich der Schwarzwaldverein Sasbach-Obersasbach mit Unterstützung des Bezirks „Hornisgrinde" bereit erklärt, die Sanierung des einst begehbaren Turmes zu übernehmen. Das Denkmalamt habe einen Zuschuss von 50 Prozent zu den reinen Sanierungskosten zugesagt, die mit rund 25 000 Mark veranschlagt seien. Die Herstellung und Anbringung einer Wendeltreppe werde ebenfalls mit 25 000 Mark zu Buche schlagen 
Finanziert werde die Maßnahme über den Zuschuss des Denkmalamtes, einen Eigenanteil des Schwarzwaldvereins Sasbach-Obersasbach in Höhe von 10000 Mark, einem Zuschuss des Hauptvereins Schwarzwaldverein von 5 000 Mark und Spenden in Höhe von 2 500 Mark.
Für die Gemeinden Sasbach und Sasbachwalden würde demnach ein Zuschussbedarf von jeweils 10 000 Mark bestehen. Wie Albert Doll weiter feststellte, soll der Turm wieder begehbar gemacht werden und für touristische Zwecke genutzt werden. Vorgesehen sei, eine „schlanke Wendeltreppe" am „Bismarckturm" anzubringen, um Besuchern die Möglichkeit des Aufstiegs und einer schönen Aussicht zu eröffnen. Eine Wendeltreppe sei hierzu die praktikabelste und sinnvollste Lösung, zumal die einstige Treppe schräg zum Turm hinauf führte und so nicht mehr gebaut werden kann.
In der Nutzungsvereinbarung wird festgelegt, dass die Gemeinden Sasbach und Sasbachwalden dem Schwarzwaldverein Ortsgruppe Sasbach-Obersasbach die „Nutzung des Turms für Aussichtszwecke und zur Bestandserhaltung" für die Dauer von zehn Jahren übertragen wird.
„Die Nutzungsübertragung ist unentgeltlich". Der Vertrag verlängert sich jeweils um fünf Jahre, wenn er nicht sechs Monate vor Ablauf des Vertrages von einer Seite gekündigt wurde. Die laufenden Kosten trägt der Ortsverein. „Die Gemeinden Sasbach und Sasbachwalden erklären sich bereit, sich bei Investitionen und grundlegenden Sanierungen an den Kosten zu beteiligen", heißt es in dem Vertrag weiter.

Signalturm um 1900

  

Vororttermin auf der Hornisgrinde
Dokument von 1892
Turm saniert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht
Zentraler Punkt der Landesvermessung
Infotafeln am Turm angebracht
Weitere Bismarcktürme auf der ganzen Welt

letzte Änderung am: 02.10.05 HH