{"id":6382,"date":"2014-01-11T23:46:49","date_gmt":"2014-01-11T22:46:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/?page_id=6382"},"modified":"2025-09-06T13:36:38","modified_gmt":"2025-09-06T11:36:38","slug":"sasbach","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/?page_id=6382","title":{"rendered":"Sasbach"},"content":{"rendered":"<h4><a href=\"https:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/bg_head5.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/bg_head5.jpg\" alt=\"bg_head5\" width=\"932\" height=\"206\" \/><\/a><\/h4>\n<p style=\"text-align: left;\">Sasbach, das zusammen mit dem Ortsteil Obersasbach ca. <b>5.400 Einwohner<\/b> und eine Gesamtfl\u00e4che von 1.670 ha hat, liegt im Ortenaukreis zwischen Offenburg und Baden-Baden. Die Gemeinde liegt am Fu\u00df der Hornisgrinde auf der Sonnenseite des Schwarzwaldes, dort wo er sich \u00fcber sanfte H\u00fcgelketten der Vorbergzone zur Rheinebene hin \u00f6ffnet. Hier gedeiht auf weiter Fl\u00e4che Obst, bekanntestes Markenzeichen ist die B\u00fchler Fr\u00fchzwetschge, und in Obersasbach w\u00e4chst ein vorz\u00fcglicher Wein. Obersasbach ist auch ein anerkannter Erholungsort.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[google_map_easy id=&#8220;3&#8243;]\n<p style=\"text-align: left;\">Der <b>Gemeindewald<\/b> mit \u00fcber 600 ha liegt getrennt von der anderen Gemeindefl\u00e4che im Hornis- grindegebiet. Das kulturelle Angebot ist gro\u00df: Viele rege Vereine bieten Veranstaltungen ver- schiedenster Art an, zwei Museen laden zum Besuch ein, ausgezeichnete Wanderwege erm\u00f6glichen Wanderungen verschiedener Art und L\u00e4nge und auch Partnerschaftstreffen mit Mapello in Italien und Marmoutier im Elsa\u00df sind im Veranstaltungskalender zu finden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-size: 18px;\"><strong>Kurzfassung Ortschronik<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das Gebiet um Sasbach war schon in fr\u00fchester Zeit besiedelt. Sasbach lag an der alten r\u00f6mischen Heerstra\u00dfe Stra\u00dfburg-Kehl-Baden-Baden und an der Reiseroute am Fu\u00dfe des Schwarzwaldes entlang, und so ist es nicht erstaunlich, dass in Sasbach einst ein k\u00f6niglicher Hof mit einem Absteigequartier f\u00fcr Durchreisende befand.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Im Jahre 750 wurde mit Unterst\u00fctzung des <b>Klosters Honau<\/b> (bei Stra\u00dfburg) die Pfarrei Sasbach gegr\u00fcndet. Die Sasbacher Pfarrei war eine Urpfarrei, umfasste also eine Anzahl umliegende D\u00f6rfer und bildete f\u00fcr sie den kirchlich religi\u00f6sen Mittelpunkt. Sie reichte wie die Markgenossenschaft von der B\u00fchlot im Norden bis zum Anzenbach s\u00fcdlich von Renchen. Von der Mutterkirche St. Brigitta in Sasbach wurden die einzelnen Filialen abgetrennt, zuletzt Sasbachwalden im Jahre 1844 und Obersasbach im Jahre 1954.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Im Jahre 830 wurde Sasbach dem <b>Kloster Hirsau<\/b> im Schwarzwald \u00fcbereignet. Nachdem Hirsau 1001 erlosch, wurden die Rechte dem Kloster Schuttern zugeteilt. Als das Kloster Schuttern wieder erstarkte, bekam es seine alten Rechte zur\u00fcck und verkaufte diese 1233 an das Kloster Allerheiligen. Auch die Herren von Baden-Baden und die Bisch\u00f6fe von Stra\u00dfburg hatten Rechte an den Grundst\u00fccken und H\u00f6fen erworben und setzten V\u00f6gte ein, die daf\u00fcr zu sorgen hatten, dass die Abgaben auch p\u00fcnktlich entrichtet wurden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Im Jahr 1324 wurde die Sasbacher Pfarrei bis 1803 dem <b>Kloster Schuttern<\/b> einverleibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Weitere Daten von Sasbach bis zum Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg:<\/p>\n<ul style=\"text-align: left;\">\n<li>1356 Vogt von Sasbach urkundlich erw\u00e4hnt<\/li>\n<li>1383 erster Schulthei\u00df im Zinsbuch von Sasbach erw\u00e4hnt<\/li>\n<li>1422 Hof- und Marktrecht von Sasbach<\/li>\n<li>1431 Name Erlenbad zum ersten Mal urkundlich erw\u00e4hnt<\/li>\n<li>1483 Marktrechtordnung \u201eL\u2019ancien urbaire de Saspach\u201c<\/li>\n<li>1515 Friedhofskapelle errichtet<\/li>\n<li>1519 Friedhofskreuz errichtet<\/li>\n<li>1618-1648 Drei\u00dfigj\u00e4hriger Krieg<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: left;\">Kaum hatte sich die ausgeblutete Bev\u00f6lkerung vom Drei\u00dfigj\u00e4hriger Krieg erholt, wurde dieses Gebiet Schauplatz barbarischer \u00dcberf\u00e4lle franz\u00f6sischer Truppen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">So \u00fcberfiel <b>Marshall Turenne<\/b> die Pfalz und zerst\u00f6rte auch das badische Gebiet, bis seine Truppen bei der Schlacht von Sasbach ihren Heerf\u00fchrer verloren und abzogen. Die kaiserlichen Truppen unter Montcuculi hatten in Obersasbach und Sasbachwalden Stellung bezogen. Von einem H\u00fcgel von Obersasbach aus wurde der wei\u00dfe Schimmel mit Turenne gesichtet. Die erste Kugel traf direkt \u00fcber Turennes Stellung in einen gro\u00dfen Nussbaum. Ein gro\u00dfer Ast wurde abgerissen, t\u00f6tete Turenne und riss seinem General Hilaire den linken Arm weg; hierauf zogen die Truppen ab. An dieser Stelle erinnert noch heute ein Gedenkstein an diese Schlacht. Zur Zeit wird im ehemaligen franz\u00f6sischen Verwalterhaus (es war das kleinste historische Museum Frankreichs) ein Museum der deutsch- franz\u00f6sischen Geschichte eingerichtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Im Jahre 1693 l\u00f6ste sich Obersasbach politisch von Sasbach und war bis zur <b>Gemeindereform 1973<\/b> eine selbstst\u00e4ndige Gemeinde. Heute geh\u00f6rt Obersasbach wieder zu Sasbach.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Im Jahr 1650 ist im <b>Erlenbad<\/b> bereits eine Badestube erw\u00e4hnt. 1781 stand das Bad wegen seiner Schwefelquellen schon in hoher Bl\u00fcte. Nach 1871 wurde das Erlenbad von Kaiser Wilhelm I oft besucht und einige Male auch der Geburtstag des Kaiserin Augusta dort gefeiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">1895 wurde das Erlenbad von den Franziskanerinnen gekauft und 1926\/27 ein weitr\u00e4umiges <b>Kloster<\/b>, das Mutterhaus, dazugebaut. Ein weiteres erw\u00e4hnenswertes Kapitel in der Sasbacher Geschichte ist die Auswanderung Sasbacher B\u00fcrger. Die Missernten und Hungerjahre von 1817, 1832, 1846 bis 1855 und die politisch Situation von 1840 und 1848\/49 haben einen gro\u00dfen Strom von Auswanderern in andere L\u00e4nder und Erdteile herbeigef\u00fchrt. In den schweren und harten Zeiten von 1846 bis 1855 waren Missernten, politische Unruhen und als Folge viele Zwangsversteigerungen der Grund f\u00fcr die vielen Auswanderer, die in Ungarn, Siebenb\u00fcrgen, dem Banat im Wolgagebiet oder in der Hauptsache in Nordamerika eine neue Heimat suchten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Erw\u00e4hnenswert ist auch die <b>Historische Wallfahrt<\/b> zur heiligsten Dreifaltigkeit beim Landgut <b>Lindenhaus<\/b>, deren erste Urkundliche Erw\u00e4hnung auf das Jahr 1347 zur\u00fcckgeht. Weit und breit war diese Wallfahrt ber\u00fchmt und erfreute sich einer immer gr\u00f6\u00dferen Beliebtheit bei der Bev\u00f6lkerung. 1840 schlie\u00dflich wurde die Kirche abgerissen und verschiedene Teile davon zum Neubau der Pfarrkirche in Sasbachwalden verwendet.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ein weiteres wichtiges Datum f\u00fcr Sasbach ist die Gr\u00fcndung der <b>Heimschule Lender<\/b> im Jahre 1875 durch Pr\u00e4lat Dr. Franz Xaver Lender. Im Jahre 1881 wurde das erste Anstaltsgeb\u00e4ude in einfacher Bauweise errichtet. Heute ist sie die gr\u00f6\u00dfte Schule der Erzdioz\u00f6se Freiburg mit \u00fcber 1400 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In Sasbach wurde 1995 das internationale Jugendprojekt &#8222;Eine Welt von Freunden&#8220; ins Leben gerufen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Sasbach war von altersher ein Handwerkerdorf. In der Hauptsache waren es Schuhmacher, Holzschuhmacher, M\u00fchlenbauer, Schmiede, Wagner, Zimmerleute, Maurer und auch Schneider. Der Obst und Weinbau hat eine gro\u00dfe Bedeutung. Besonders gut gedeihen Zwetschgen und Kirschen. Sie werden entweder direkt vermarktet oder in den Kleinbrennereien der B\u00e4uerlichen Betriebe zu einem hochprozentigen und guten Zwetschgen- oder Kirschwasser gebrannt. In Obersasbach gedeiht auch ein guter Wein, welcher haupts\u00e4chlich in der Winzergenossenschaft Sasbachwalden abgeliefert wird. Eine Spezialit\u00e4t aus Obersasbach ist hierbei der Eichw\u00e4ldele Gew\u00fcrztraminer.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Sasbach ist jedoch auch ein moderner Industriestandort. In den letzten Jahren wurde das <b>Industriegebiet Sasbach-West<\/b> (60.000 m\u00b2) sowie das <b>Kleingewerbegebiet M\u00e4ttich<\/b> (20.000 m\u00b2) erschlossen. Zur Zeit finden in Sasbach bei namhaften Firmen wie z.B. Striebel &amp; John, LUK oder Hahn viele Menschen Arbeit. Mittelfristig soll das Industriegebiet auf 200.000 m\u00b2 ausgebaut werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Blick auf Sasbach\" src=\"https:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/sasbach-obersasbach.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"335\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Blick auf Sasbach und Obersasbach nach einer Zeichnung von Gertrud Clauss<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\">Sasbach, das zusammen mit dem Ortsteil Obersasbach ca. 5.400 Einwohner und eine Gesamtfl\u00e4che von 1.670 ha hat, liegt im Ortenaukreis zwischen Offenburg und Baden-Baden. 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