{"id":10763,"date":"2016-08-21T12:58:45","date_gmt":"2016-08-21T10:58:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/?p=10763"},"modified":"2017-05-08T12:02:19","modified_gmt":"2017-05-08T10:02:19","slug":"hochtour-im-zugspitzgebiet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/?p=10763","title":{"rendered":"Hochtour im Zugspitzgebiet"},"content":{"rendered":"<p><strong>vom 21.08.2016 bis 24.08.2016<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong> 1. Tag:<\/strong><\/p>\n<p>Unter dem Motto \u201eDeutschlands H\u00f6chsten im Blick\u201c, starteten in der Fr\u00fch des Sonntagmorgens (21.08.) 3 Autos mit insgesamt 12 Hochgebirgswanderern in Richtung Garmisch-Partenkirchen.<\/p>\n<p>P\u00fcnktlich um 9:00 Uhr trafen sich alle auf dem Parkplatz der Kreutzeckbahn. Ein schneller Kaffee, ein skeptischer Blick zum Himmel (der Wetterbericht hatte Regen vorhergesagt), das Unternehmen Hochtour 2016 startete mit seinem Wanderf\u00fchrer Franz Benkeser.<\/p>\n<p>Bei leichtem Nieselregen f\u00fchrte der Weg nach Hammersbach, danach steil bergauf durch die H\u00f6llentalklamm. Diese war mit ihren vielen Tunneln, Galerien, Br\u00fccken und drahtseilversicherten Steigen \u00fcber dem rauschenden Wasser f\u00fcr alle ein einmaliges Erlebnis. Wenig sp\u00e4ter erreichten wir den wundersch\u00f6nen Talboden des H\u00f6llentalangers mit der nagelneuen H\u00f6llentalangerh\u00fctte. Diese wurde erst 2015 eingeweiht und dient als St\u00fctzpunkt f\u00fcr die Besteigung der Zugspitze. Nach kurzer Pause mit entsprechender St\u00e4rkung f\u00fchrte unser Weiterweg an den nicht mehr bewirtschafteten Knappenh\u00e4usern, hoch \u00fcber dem H\u00f6llental, vorbei. Die H\u00e4user sind Zeugen des ehemaligen Bergbaus in dieser Gebirgsregion. Der Weg f\u00fchrt weiter steil bergauf an Felsw\u00e4nden entlang in Richtung Hupfleitenjoch. Oben angelangt war es Zeit innezuhalten und zu staunen. Eindrucksvoll war der gesamte Anstieg aus dem tief eingeschnittenen H\u00f6llental bis zur Zugspitze im S\u00fcdwesten einzusehen. Nun hatten wir noch 2 km auf breitem Wanderweg bis zu unserem Tagesziel, dem Kreuzeckhaus, zu gehen. Bilanz des ersten Tages 13 km und insgesamt 889 H\u00f6henmeter. Ein gutes Abendessen und ein paar Wei\u00dfbier bei toller Unterhaltung, der erste Tag war gerettet.<\/p>\n<p><strong>2.Tag:<\/strong><\/p>\n<p>Nach einer \u00dcbernachtung auf der H\u00fctte starteten wir am n\u00e4chsten Morgen ausgeruht bei Sonnenschein und bestem Wanderwetter. Wir genossen noch einmal die grandiose Aussicht auf dem Kreuzeckgipfel, tief unten im Tal Garmisch und Partenkirchen sowie oben das Wettersteingebirge mit der Zugspitze. Unser Wanderf\u00fchrer Franz hatte, die f\u00fcr diesen Tag urspr\u00fcnglich vorgesehene Route kurzfristig umgeplant. Die Begehung des Sch\u00fctzensteigs erschien ihm zu gef\u00e4hrlich, nachdem dort Tage zuvor ein Erdrutsch war (da Franz die Tour zuvor begangen hat, war er auf dem neuesten Stand und wollte uns keiner Gefahr aussetzen).So gingen wir nun von der Kreuzeckh\u00fctte den direkten Weg zur Bockh\u00fctte im Reintal, ein recht m\u00fchsamer langer und steiler Abstieg mit mehr als 600 H\u00f6henmetern. Durch die vorangegangenen Regenf\u00e4lle war er recht rutschig, so dass einige mit dem Gleichgewicht zu k\u00e4mpfen hatten. Doch auch weitere \u00dcberraschungen blieben nicht aus. Nach kurzer Wegstrecke trafen wir auf 2 Wanderer, die sich nicht mehr weiter trauten. Warum wohl ?? Gleich erkannten auch wir das Hindernis. Eine Herde K\u00fche und einige Jungbullen versperrten den schmalen Wanderpfad. Was nun ?? Nach kurzer \u00dcberlegung hatten wir eine L\u00f6sung. Wir schickten den gr\u00f6\u00dften, kr\u00e4ftigsten und sportlichsten unserer Gruppe, dies war unser Martin Gro\u00dfmann, voraus und beobachteten wie sich die Tiere verhielten. Diese aber hatten so viel Respekt vor ihm und bewegten sich nicht mehr, so dass der Rest nachfolgen konnte. Doch die n\u00e4chste unangenehme \u00dcberraschung lie\u00df nicht lange auf sich warten. Irgendeiner von uns hatte mit seinem Wanderstock in ein Wespennest gestochen; pl\u00f6tzlich lie\u00dfen s\u00e4mtliche Frauen in unserer Gruppe einen Schrei fahren, sie wurden gestochen; als einzigen unter den M\u00e4nnern traf dies unseren Gerhard: ob er wohl ein Frauengen in sich tr\u00e4gt??Endlich bei der Bockh\u00fctte angekommen, machten wir ausgiebig Mittag, st\u00e4rkten uns und genossen das herrliche Wetter. Hier \u00f6ffnet sich das Hintere Reintal und es sind noch 4 km bis zur Reintalangerh\u00fctte, unserem heutigen Etappenziel. Der Pfad f\u00fchrt uns sanft ansteigend, links und rechts eingerahmt von m\u00e4rchenhaften Felsw\u00e4nden, \u00fcber Ger\u00f6ll taleinw\u00e4rts durch den Wald zum romantischen Reintalanger mit der Reintalangerh\u00fctte. Bei herrlichstem Hochgebirgswetter genossen wir den Tag drau\u00dfen, bis zum Sonnenuntergang. Die H\u00fctte selbst war v\u00f6llig \u00fcberf\u00fcllt. Sowohl im Gastraum als auch im Schlaflager gab es engsten K\u00f6rperkontakt. Unserem Wanderf\u00fchrer wird diese H\u00fctte noch lange im Ged\u00e4chtnis bleiben. Er hatte sich fr\u00fchzeitig ins Bett gelegt, um am n\u00e4chsten Morgen wieder fit zu sein. Doch bald wurde er vom H\u00fcttenwirt aus dem Schlaf gerissen. Dieser beschwerte sich, dass einige unserer Wandergruppe nicht bezahlt h\u00e4tten; doch dies war ein Missverst\u00e4ndnis; Franz lie\u00df alle antreten und wir mussten unseren Zahlungsbeleg vorlegen; zum Gl\u00fcck hatten wir diesen. Der H\u00fcttenwirt zuckte nur mit den Schultern und Franz legte sich wieder hin. Aber mit schlafen war es vorbei, die Aufregung f\u00fcr ihn war zu gro\u00df. Doch in der Gaststube war beste Stimmung. Ein Teil des H\u00fcttenteams machte Musik und sang dazu; es waren \u00fcbrigens junge Argentinier, die den Sommer hier oben arbeiten.<\/p>\n<p><strong> 3. Tag:<\/strong><\/p>\n<p>Nach einer kurzen und unruhigen Nacht (jede Menge Schnarcher!!), wurden wir p\u00fcnktlich 6:00 Uhr musikalisch geweckt. Ein schnelles Fr\u00fchst\u00fcck und wir gingen den gleichen Weg bis zur Bockh\u00fctte zur\u00fcck. Nach einer kleinen Pause und dem zweiten Fr\u00fchst\u00fcck, mussten wir uns von Agnes und Dieter verabschieden, die die Tour wegen Unwohlseins abbrachen. Wie sagte unser Wanderf\u00fchrer: \u201e10 Prozent Schwund sind immer drin\u201c. Es folgte ein steiler und beschwerlicher Anstieg auf engen und teilweise gesicherten Pfaden von 800 H\u00f6henmetern bis zum K\u00f6nigshaus auf dem Schachen. Es war hei\u00df und der Himmel war strahlend blau; unser Gl\u00fcck war aber, dass wir den Aufstieg im Schatten gehen konnten. Auf dem Schachen angekommen, machten wir eine ausgiebige Mittagspause und genossen die hervorragende K\u00fcche. Herrlich war die Sicht von hier ins Reintal, aber auch nach Norden \u00fcber Partenkirchen hinweg bis ins Werdenfelser Land bot sich ein ungehinderter Blick. Bei br\u00fctender Hitze mussten wir jetzt nochmals 500 H\u00f6henmeter absolvieren, um unser heutiges Etappenziel die Meilerh\u00fctte auf 2375 Meter zu erreichen. Die tolle Aussicht entsch\u00e4digte aber f\u00fcr alle Strapazen. Die H\u00fctte liegt genau an der Grenze zu \u00d6sterreich. Besonders beeindruckend war neben der grandiosen Rundumsicht ein wundersch\u00f6ner Sonnenuntergang an diesem Abend. Aber auch die H\u00fcttenwirtin tat ihr Bestes, so dass letztendlich alle zufrieden waren.<\/p>\n<p><strong> 4. Tag:<\/strong><\/p>\n<p>Nach diesem anstrengenden Tag, folgte ein entspannter Abstieg, zun\u00e4chst auf gleichem Weg zur\u00fcck bis zum Schachen, mal auf breiten Forstwegen, mal auf schmalen Wanderpfaden, aber stetig bergab durch den Wald bis zum Eingang zur Partnachklamm. Der nun folgende Weg durch die Klamm ist eindrucksvoll in den Fels gesprengt und bietet einen tollen Abschluss f\u00fcr diese au\u00dfergew\u00f6hnliche Tour. Viel zu schnell endet das Spektakel und wir sind am Ende der Partnachklamm angekommen. Auf einer Asphaltstra\u00dfe entlang der Partnach, f\u00fchrt uns der Weiterweg bis zum Olympia Skistadion. Hier endet unsere Tour. Es waren herrliche 4 Tage bei bestem Wanderwetter. Unser aller Dank gilt dem Wanderf\u00fchrer Franz, der eine tolle Streckenf\u00fchrung w\u00e4hlte und bestens vorbereitet war.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Josef Fischer<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\">vom 21.08.2016 bis 24.08.2016 1. Tag: Unter dem Motto \u201eDeutschlands H\u00f6chsten im Blick\u201c, starteten in der Fr\u00fch des Sonntagmorgens (21.08.) 3 Autos mit insgesamt 12 <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/?p=10763\" title=\"Hochtour im Zugspitzgebiet\">[&#8230;]<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":10765,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"template-full.php","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[177],"tags":[52],"class_list":{"0":"post-10763","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wanderberichte-2016","8":"tag-hochgebirge"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10763","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10763"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10763\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/10765"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10763"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10763"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10763"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}