{"id":11727,"date":"2017-08-25T15:52:33","date_gmt":"2017-08-25T13:52:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/?p=11727"},"modified":"2017-11-13T16:00:12","modified_gmt":"2017-11-13T15:00:12","slug":"hochtour-zugspitze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/?p=11727","title":{"rendered":"Hochtour Zugspitze"},"content":{"rendered":"<p><em>Hochtour auf die Zugspitze vom 27.08.2017 bis 30.08.2017<\/em><\/p>\n<p><strong>1. Tag:<\/strong><br \/>\nP\u00fcnktlich um 5:30 Uhr war Abfahrt zu unserem Unternehmen, Besteigung der Zugspitze, Deutschlands h\u00f6chstem Berg. Unser erster Treffpunkt war die Rastst\u00e4tte \u201eAllg\u00e4uer Tor\u201c, ein schneller Kaffee und eine kleine St\u00e4rkung und weiter ging es nach Ehrwald. Am Parkplatz der Ehrwalder Zugspitzbahn stellten wir unsere Autos ab. Dies war auch der Ausgangspunkt f\u00fcr unsere diesj\u00e4hrige Tour. Wir, das waren dieses Jahr 1 Frau und 7 M\u00e4nner. Die Frauenquote war gegen\u00fcber den fr\u00fcheren Jahren deutlich gesunken. Einzig Ellen h\u00e4lt uns noch die Treue, ich glaube sie hat es aber nicht bereut ?? Von der Talstation ging unser Weg leicht bergan zur Ehrwalder Alm, hier war unsere Mittagsrast. Stets bergauf auf einem sch\u00f6nen Wanderweg, ideal zum Einlaufen, f\u00fchrte unser Weg weiter zum Seebensee, ein Landschaftsidyll wie aus dem Bilderbuch. Der kleine Bergsee ist ein Ruhepol inmitten der schroffen Gebirgswelt. Es war ein toller Anblick, zu sehen wie sich die umliegenden Berge im t\u00fcrkisfarbenen Wasser spiegelten. Nun aber ging es zur Sache. Unser Weiterweg wand sich in einem schmalen Steig in vielen Kehren durch Latschenkiefern steil bergan zu unserem Tagesziel, der Coburger H\u00fctte auf 1920 Metern H\u00f6he. Die M\u00fche wurde belohnt mit einem Blick auf eine wirklich tolle Bergkulisse. Vor allem der Blick auf die S\u00fcdseite des Zugspitzmassivs, direkt \u00fcber dem Seebensee, sucht seinesgleichen. Wir genossen dieses Bergpanorama, bei bestem Wetter, bis in die Abendstunden.<br \/>\nAm Abend pr\u00e4sentierte uns Martin noch seine nagelneue neongelbe Jacke. Zugegeben diese ist besser als jede Warnweste; aufgrund ihrer Leuchtkraft war sie bei schlechtem Wetter bzw. in Gefahrensituationen jederzeit erkennbar, was f\u00fcr die ganze Gruppe von Vorteil war.<\/p>\n<p><strong>2. Tag:<\/strong><br \/>\nDer zweite Tag war mit 1200 m im Aufstieg sowie 1200m im Abstieg eine schwei\u00dftreibende Angelegenheit. Von der Coburger H\u00fctte ging es zun\u00e4chst bergab zum direkt unterhalb der H\u00fctte liegenden Drachensee, ein dunkler Bergsee. Die n\u00e4chsten Zwischenetappen, Aufstieg zur Gr\u00fcnsteinscharte, Abstieg und anschlie\u00dfend wieder Aufstieg zum H\u00f6llt\u00f6rl f\u00fchrten durch reinste Ger\u00f6llhalden, nur Schotter Kies und Ger\u00f6ll, der Steig war kaum zu erkennen, Aufstieg und Abstieg erforderten h\u00f6chste Konzentration Das einzig Positive war ausgezeichnetes Wanderwetter und eine gute Sicht. Der Abstieg vom H\u00f6llt\u00f6rl zur Sunnalm war wieder etwas angenehmer zu gehen. Hier war eine ausgedehnte Mittagspause angedacht, die wir uns redlich verdient hatten. Doch allen war klar, \u00fcber 1000 H\u00f6henmeter m\u00fcssen wir wieder hochsteigen, um zu unserem Ausgangspunkt, der Coburger H\u00fctte, zu gelangen. Wie sagte doch Martin, 2 Hefeweizen und 1 Zirbenschnaps wirken Wunder, er schaltete den Turbo ein und weiter ging es. Zun\u00e4chst angenehm eben \u00fcber den Montanweg (Knappenweg), ein Themenweg, wo wir Interessantes \u00fcber den Bergbau in dieser Region erfahren konnten. Anschlie\u00dfend ging es wieder in Serpentinen steil bergan \u00fcber Ger\u00f6ll, Schrofen und Blocksteinen zur Biberwierer Scharte. M\u00fcde und ersch\u00f6pft erreichten wir die Coburger H\u00fctte. In dieser urigen, gem\u00fctlichen Bergh\u00fctte, lie\u00dfen wir bei einem z\u00fcnftigen Abendessen den Tag ausklingen, Insider vermuteten, unser Wanderf\u00fchrer Franz wollte am heutigen Tag die Trittfestigkeit und Kondition seiner Truppe testen, er wollte einfach sicher sein, ob alle geeignet sind f\u00fcr den weiteren Aufstieg zur Zugspitze??<\/p>\n<p><strong>3. Tag:<\/strong><br \/>\nDer dritte Tag bot bei stahlblauem Himmel beste Voraussetzungen f\u00fcr eine lange hochalpine Etappe. Unser heutiges Ziel war die Knorrh\u00fctte. Der Abstieg erfolgte zun\u00e4chst auf bekanntem Weg steil bergab zum herrlichen Seebensee und weiter auf einem schmalen Pfad durch den Wald und anschlie\u00dfend auf breitem Forstweg an der \u201ePestkapelle\u201c vorbei zur bewirtschafteten Hochfeldernalm. Hier machten wir Rast, nahmen eine kleine St\u00e4rkung zu uns und weiter ging es. Ein schmaler Steig f\u00fchrte unterhalb der Felsw\u00e4nde der Gatterlk\u00f6pfe durch eine offene Wiesenlandschaft mit gro\u00dfartigen Ausblicken steil bergan. Es war eine schwei\u00dftreibende Angelegenheit. \u00dcber das Feldernj\u00f6chl ging\u00b4s zun\u00e4chst \u00fcber leichte Felsen (Drahtseil) bergan, um dann steil bergauf die schmale Scharte auf der deutsch-\u00f6sterreichischen Grenze, leicht erkennbar an den dort angebrachten Grenztafeln, das \u201eGatterl\u201c, zu erreichen. Vom Gatterl f\u00fchrte uns ein Schotterweg \u00fcber Stein und Fels zur Knorrh\u00fctte, welche wir von weitem schon sahen. Diese war am heutigen Tag bis auf den letzten Platz belegt. Einige Bergwanderer hatten sogar auf der Terrasse drau\u00dfen geschlafen, was bei dem sch\u00f6nen Wetter durchaus machbar war. Die Abendsonne fabrizierte eine zauberhafte Stimmung. Wir aber lie\u00dfen diesen ausgef\u00fcllten Tag in der urigen H\u00fctte in hochalpiner Szenerie ausklingen. <\/p>\n<p><strong>4. Tag:<\/strong><br \/>\nMehr oder weniger gut ausgeschlafen, aber frischgest\u00e4rkt packten wir die letzte Etappe an. Ab der H\u00fctte f\u00fchrte unser Weg ziemlich monoton \u00fcber Ger\u00f6llfelder und auf Steinpfaden Richtung Zugspitzplatt Ein Teil der Gruppe machte noch einen Abstecher zum Gletscherrestaurant Sonnalpin, um einen Kaffee zu trinken. Doch unsere Youngsters, allen voran Nico und Christian, waren pl\u00f6tzlich nicht mehr zu halten. Das gro\u00dfe Ziel vor Augen g\u00f6nnten sie sich keine Pause mehr. Der weitere Aufstieg steil nach oben \u00fcber Schuttfelder gestaltete sich auf dem losen Untergrund sehr schwierig und war kr\u00e4fteraubend. Das letzte St\u00fcck auf dem Weg zur Zugspitze erreichten wir dann auf einem schmalen Felspfad mit. Seilsicherung. Schwindelfreiheit war hier angesagt. Eine Treppe mit hohen Stufen f\u00fchrte uns dann auf die Besucherterrasse der Zugspitze sowie zu den Touristen. Von dort kraxelten wir zu unserem eigentlichen Ziel dem Zugspitzgipfel (2962) mit seinem ber\u00fchmten Gipfelkreuz, welches wir mit Hilfe von Leitern und Eisenklammern erreichten. Bevor es mit der Seilbahn wieder zur\u00fcck nach Ehrwald ging, genossen wir einen gigantischen Blick auf die umgebenden Berge und T\u00e4ler.<br \/>\nF\u00fcr uns alle war es ein einzigartiges Erlebnis, Entspannung, Entschleunigung, der Genuss von Natur und Landschaft und trotzdem aktiv sein. All dies hatten wir unserem Wanderf\u00fchrer Franz zu verdanken, der wie immer bestens vorbereitet war, nicht nur den Weg f\u00fcr uns im Voraus erkundete, sondern auch rechtzeitig die Unterk\u00fcnfte reservierte Die ganze Gruppe war sichtlich stolz , auf dem h\u00f6chsten Punkt Deutschlands zu stehen und diesen aus eigener Kraft, zu Fu\u00df, erklommen zu haben. Danke Franz.<\/p>\n<p>Noch eine kritische Anmerkung zur Zugspitze:<br \/>\nAls wir die Besucherterrasse der Zugspitze erreichten, fanden wir eine v\u00f6llig andere Welt vor: eine riesige Baustelle sowie jede Menge Touristen aus aller Welt. Auch wir; Bergwanderer mit gro\u00dfem Rucksack, bei der Rast mit Wei\u00dfbier und Wei\u00dfwurst wurden hier oben von einer Gruppe aus Japan als Exoten und Fotomotiv erkannt.<br \/>\nAm 21. Dezember 2017 soll die neue Zugspitzbahn fahren, eine Investition von 50 Millionen Euro. 550 000 Besucher besuchen schon jetzt jedes Jahr die Zugspitze. W\u00e4hrend die im Fr\u00fchjahr stillgelegte Bahn maximal 240 G\u00e4ste pro Stunde bef\u00f6rdern konnte, schafft die Neue 600 Gipfelst\u00fcrmer, das Dreifache. Bisher gab es 80 Restaurantpl\u00e4tze auf dem Gipfel, k\u00fcnftig werden es 450 sein. Hier stellt sich die Frage, wieviel Tourismus vertragen die Alpen noch in Zeiten des Klimawandels? Wie wollen wir mit diesem Berg und der Natur umgehen? Verkommen die Alpen zum Freizeitpark und werden dem Massentourismus geopfert?<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<em>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Josef Fischer <\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hochtour auf die Zugspitze vom 27.08.2017 bis 30.08.2017 1. 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