{"id":1934,"date":"2009-09-09T22:19:24","date_gmt":"2009-09-09T20:19:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/?p=1934"},"modified":"2017-03-08T22:14:49","modified_gmt":"2017-03-08T21:14:49","slug":"auf-den-spuren-der-monche-eine-kloster-und-seenwanderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/?p=1934","title":{"rendered":"\u201eAuf den Spuren der M\u00f6nche\u201c \u2013 eine Kloster- und Seenwanderung"},"content":{"rendered":"<h4>9. September 2009<\/h4>\n<p>\u201eAuf den Spuren der M\u00f6nche\u201c war das Motto des Schwarzwaldvereins Sasbach-Obersasbach am Sonntag, 09.08.09. Bei sommerlich sonnigem Wanderwetter startete die 24-k\u00f6pfige Wandergruppe ihre Rundwanderung von Zaisersweiher in Richtung Maulbronn.<br \/>\nDie abwechslungsreiche Wanderstrecke, mit nur wenigen H\u00f6henmetern, betrug etwa 15 km. Unter der F\u00fchrung von Martin und Evelyn Gro\u00dfmann ging es durch Laubw\u00e4lder, Weinberge, Siedlungen und Wiesen, vorbei an Getreidefeldern, Stauseen und Steinbr\u00fcchen. Nach einer mitt\u00e4glichen Rast am Klosterberg begann der Abstieg durch die landwirtschaftlich genutzten H\u00e4nge des Klosterweinbergs, entlang der m\u00e4chtigen Sandsteinmauern.<br \/>\nH\u00f6hepunkt der Wanderung war der Besuch des Klosters Maulbronn, welches von der UNESCO seit 1993 in die Liste der Welterbest\u00e4tten aufgenommen wurde. Als die am besten erhaltene mittelalterliche Klosteranlage n\u00f6rdlich der Alpen ist die ehemalige Zisterzienserabtei (von 1147 \u2013 1556), mit ca. 300.000 Besuchern im Jahr, eines der meistbesuchten Baudenkm\u00e4ler des Landes. Unschwer l\u00e4sst sich erkennen, dass das Motto der Zisterzienser \u201eBete und Arbeite\u201c den M\u00f6nchen in Maulbronn zu Wohlstand verhalf. Darum gab es auch hier, etwa in der Mitte der Tagestour, eine Klosterf\u00fchrung f\u00fcr die Wanderer. Hier wurde die Geschichte, die Bedeutung des Klosters und das Leben das es einst beherbergte spannend erkl\u00e4rt. Man konnte f\u00f6rmlich nachvollziehen, wie sich Maulbronn im Laufe der Jahrhunderte zu einem wirtschaftlichen, geistlichen und politischem Zentrum entwickelte . Auch die unterschiedlichen Stile der mittelalterlichen Baukunst beeindruckte die Wandergruppe. Die dreijochige Kirchenvorhalle aus der Zeit um 1220 steht an der Schwelle der Romanik zur Gotik. Der Versammlungsraum der M\u00f6nche, der Kapitelsaal weist ein von drei Rundpfeilern getragenes gotisches Sterngew\u00f6lbe auf. Der Oberstock des Laienrefoktoriums wurde in romanischen Formen errichtet\u2026<br \/>\nZur Geschichte des Klosters: 1147 \u00fcbersiedelten die Zisterzienserm\u00f6nche aus Eckenweiher ins Salzachtal auf ein Gel\u00e4nde, welches Bischof Gunter von Speyer zur Verf\u00fcgung stellte. Das kl\u00f6sterliche Leben in Maulbronn nahm seinen Lauf. 1504 wird das Kloster von Herzog Ulrich von W\u00fcrttemberg nach siebent\u00e4giger Belagerung erobert und geh\u00f6rte nun k\u00fcnftig zu W\u00fcrttemberg.<br \/>\n1556, im Zuge der Reformation, wandelte Herzog Christoph von W\u00fcrttemberg die gro\u00dfen M\u00e4nnerkloster des Landes zu Klosterschulen um. Ab 1806 wurden die Klosterschulen als \u201eEvangelisch-theologische Seminare\u201c zu modernen Gymnasien im Geist des Neuhumanismus umgeformt. Seit 1972 werden in Maulbronn Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler gemeinsam unterrichtet.<br \/>\nZu den bekanntesten ehemaligen Sch\u00fclern, die als \u201eMaulbronner auf Zeit\u201c hier die Schulbank gedr\u00fcckt haben geh\u00f6ren Johannes Kepler, Friedrich H\u00f6lderlin, Georg Herwegh und Hermann Hesse.<br \/>\nBesonders beeindruckt sind wir vom aktuellen Stellenwert des Klosters noch heute in Maulbronn. Davon, dass z. B. Schule, Gastronomie, Apotheke und Grundbuchamt noch heute in den mittelalterlichen R\u00e4umen beherbergt sind. Auch davon, dass das Kloster nicht ausschlie\u00dflich zum Museum umgestaltet wurde, die moderne Technik m\u00f6glichst dezent integriert wurde, und somit der Charme der vergangenen Jahrhunderte bewahrt werden konnte. Das Kloster ist noch heute eine kleine Stadt in der Stadt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>9. September 2009 \u201eAuf den Spuren der M\u00f6nche\u201c war das Motto des Schwarzwaldvereins Sasbach-Obersasbach am Sonntag, 09.08.09. Bei sommerlich sonnigem Wanderwetter startete die 24-k\u00f6pfige Wandergruppe ihre Rundwanderung von Zaisersweiher in Richtung Maulbronn. Die abwechslungsreiche Wanderstrecke, mit nur wenigen H\u00f6henmetern, betrug etwa 15 km. 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