{"id":1988,"date":"2009-07-26T22:56:14","date_gmt":"2009-07-26T20:56:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/?p=1988"},"modified":"2017-05-08T12:02:01","modified_gmt":"2017-05-08T10:02:01","slug":"im-reich-der-floser-und-erzbauern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/?p=1988","title":{"rendered":"Im Reich der Fl\u00f6\u00dfer und Erzbauern"},"content":{"rendered":"<h4>26. Juli 2009<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Herrliches Sommerwetter begleitete die Wandergruppe des Schwarzwaldvereins Sasbach zur Ganztageswanderung, die in Schenkenzell -umweltfreundlich mit der Bahn angefahren- ihren Ausgangspunkt nahm. Christel Zorn f\u00fchrte ihre Begleiter zun\u00e4chst hinein ins Witticher Tal, das von nicht wenigen Naturfreunden als eines der verborgensten Kleinodien der vielf\u00e4ltigen Kinzigt\u00e4ler Landschaft gesch\u00e4tzt wird. Zwischendurch f\u00fchrte die Wanderstrecke \u00fcber ein St\u00fcck des Jakobsweges, dann auch \u00fcber den dortigen Hansjakobweg: gerade dem Volksschriftsteller Heinrich Hansjakob ist es ja aufgrund seiner vielen Erz\u00e4hlungen zu verdanken, da\u00df man sich hineindenken kann in das Leben der Bauern, der Fl\u00f6\u00dfer und Bergleute, die vor vielen Generationen hier zuhause waren. Wanderf\u00fchrerin Christel Zorn fand in ihren Begleitern aufmerksame Zuh\u00f6rer, als sie an jene &#8222;alten Zeiten&#8220; erinnerte, in denen Bergbau, Ackerbau und die Holzwirtschaft die Menschen k\u00e4rglich ern\u00e4hrte, zugleich machte sie auch auf eine Besonderheit dieser Region aufmerksam: neben dem Silberbergbau wurden hier auch kobaltartige Erze zutage gef\u00f6rdert, die dann in speziellen Farbm\u00fchlen verarbeitet und \u00fcberwiegend nach Holland als so genannte Oblast verschifft wurde. Gerne wird dieses Wittichertal auch das &#8222;Tal der seligen Luitgard&#8220; genannt, die hier in der N\u00e4he das Licht der Welt erblickte und in diesem wundersch\u00f6nen Tag nach einer Vision vor knapp 700 Jahren das Kloster Wittichen mit 34 Nonnen gr\u00fcndete. Auch an diesem abgeschiedenen Ort ging die S\u00e4kularisation nicht vorbei: sie setzte dem Klosterleben der Clarisinnen ein Ende, ein Gro\u00dfteil der Klosterbauten wurde abgerissen. Gl\u00fccklicherweise erhalten blieben die barocke Klosterkirche mit dem Grabmal der Gr\u00fcnderin und das Geb\u00e4ude der \u00c4btissin, das heute als Pfarrhaus dient. Der Zutritt des Wallfahrtskirchleins blieb der Wandergruppe jedoch aufgrund derzeitiger Renovationsarbeiten verwehrt, umso mehr erfreute man sich an der beseligenden Ruhe dieser hier noch sehr urspr\u00fcnglichen Schwarzwaldlandschaft mit seinen einsamen alten Geh\u00f6ften. Auf beiden Talseiten erinnerten die einst ergiebigen Silberstollen an die l\u00e4ngst vergangenen Bergbauzeiten, ehe beim Aufstieg durch den &#8222;Zundelgraben&#8220; zum &#8222;Salzeckle&#8220; einige Schwei\u00dftropfen vergossen wurden. Der \u00dcberlieferung nach gab hier gelagertes salzhaltiges Gestein, das vom Wild abgeleckt wurde, diesem Flecken seinen Namen, wie die Wandergruppe erfuhr. Nach dem leichten Aufstieg zum \u00fcber 800 Meter hohen &#8222;S\u00e4ttelkopf&#8220; geno\u00df man auf dem Kammweg hoch oben zwischen dem Tal der Kinzig und der Wolf die herrlichen Ausblicke mit herrlicher Weitsicht in alle Himmelsrichtungen. Nahe dem &#8222;Hinterhals&#8220;, wie ein Gewann bezeichnet wird, traf die Wandergruppe auf ein Naturdenkmal, wie man es auch aus dem Sasbacher Gemeindewald kennt: eine &#8222;Gro\u00dfen Tanne&#8220;, die mit dem stolzen Alter von gut 200 Jahren und ihrer Gr\u00f6\u00dfe von gut 50 Metern hier alles \u00fcberragt. Vorbei am &#8222;Vorderhals&#8220; und am sagenumwobenen &#8222;Teufelstein&#8220; wurde dann das wahrlich malerische Bergdorf St. Roman erreicht, wo man sich vor einer Einkehr in eine Vesperwirtschaft den Besuch der Wallfahrtskirche nicht nehmen lie\u00df. Der sp\u00e4tere Abstieg von dort aus f\u00fchrte durch das herrlich gelegene Hochtal, in dem auch das Sulzb\u00e4chle zu Tal flie\u00dft. Das letzte Teilst\u00fcck des pr\u00e4chtigen Wandertages f\u00fchrte unter anderem \u00fcber den H\u00f6henr\u00fccken des Sulzbachtales talabw\u00e4rts nach Halbmeil, wo man schlie\u00dflich wieder die Heimfahrt antrat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\">26. Juli 2009 Herrliches Sommerwetter begleitete die Wandergruppe des Schwarzwaldvereins Sasbach zur Ganztageswanderung, die in Schenkenzell -umweltfreundlich mit der Bahn angefahren- ihren Ausgangspunkt nahm. 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