{"id":20,"date":"2011-10-17T22:13:45","date_gmt":"2011-10-17T20:13:45","guid":{"rendered":"http:\/\/hp2014.swv-sasbach.info\/?p=20"},"modified":"2017-05-08T12:00:44","modified_gmt":"2017-05-08T10:00:44","slug":"naturschutz-und-heimatpflege-beim-schwarzwaldverein-sasbach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/?p=20","title":{"rendered":"Naturschutz und Heimatpflege 2011"},"content":{"rendered":"<h4 style=\"text-align: justify;\">15. und 17. Oktober 2011<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit Arbeitseins\u00e4tzen der besonderen Art war in diesen Tagen der Schwarzwaldverein Sasbach besch\u00e4ftigt. \u201eUnten\u201c am s\u00fcd\u00f6stlichen Ortsrand der Gemeinde galt das Augenmerk der schon traditionellen Pflege einer gr\u00f6\u00dferen Biotopfl\u00e4che, kurz zuvor war ein Team \u201eweiter oben\u201c,\u00a0 unterwegs. \u201eOben\u201c im Bereich der Sasbacher Gemarkungsfl\u00e4che \u2013 das ist \u00a0der etwa 450 Hektar gro\u00dfe Gemeindewald vor und hinter der Hornisgrinde. Mittendrin in beiden arbeitsintensiven Aktionen: Naturschutzwart Franz Kurz, den seine vielseitigen Arbeiten auch jenseits der 75 Jahre jung und beweglich gehalten haben.<br \/>\nMit im Kreis der Besch\u00e4ftigten, die sich in aufw\u00e4ndigem Arbeitseinsatz der Biotopfl\u00e4che im Gewann \u201eEichelsberg\u201c widmeten, war auch ein\u00a0 Team von Lehrkr\u00e4ften der Heimschule Lender. Selbst einige Frauen scheuten die schwere Arbeit nicht, das schwere M\u00e4hgut auf den gro\u00dfen Kipper hinter dem Schlepper von Franz Kurz aufzuladen. Ein Gro\u00dfteil des \u00fcberwiegend aus Schilfgras bestehenden M\u00e4hguts war zuvor maschinell bearbeitet worden, doch es gab gen\u00fcgend Fl\u00e4chen, wo noch echte Handarbeit gefordert\u00a0 war: gute acht Stunden schwang Franz Kurz kraftvoll seine Sense, um auch an den R\u00e4ndern des Biotops das zu hoch gewordene Gras zu m\u00e4hen. Franz Kurz lobte das Arbeitsteam nach getaner Arbeit: die Lehrerinnen und Lehrer bildeten, wie er betonte, zusammen mit den Mitgliedern des Schwarzwaldvereins ein gut harmonisierendes Arbeitsteam. Gegen Mittag des fr\u00fch begonnen Arbeitstages war \u201edas gr\u00f6bste geschafft\u201c, das M\u00e4hgut konnte noch innerhalb der Annahezeit an der Abnahmestelle abgeladen werden. Mittlerweile pr\u00e4sentiert sich die Biotopfl\u00e4che \u201ewinterfest\u201c, Schnee und Frost k\u00f6nnen dem Areal nicht viel anhaben \u2013 im Gegenteil: wenn im Fr\u00fchjahr wieder die Natur erwacht, hat das frische Gras ausgiebig Gelegenheit, wieder zu sprie\u00dfen. Schon seit Menschengedenken ist dieses zur Vorgzone hin gelegene kleine Seitental im Eichelsberg recht sumpfig. Es sind kleine, kaum sichtbare Quellen, die aus dem h\u00fcgeligen Gel\u00e4nde zutage treten und das Erdreich sumpfig werden l\u00e4\u00dft. Ein kleines Grabensystem sorgt f\u00fcr den Ablauf des Wassers, das hier die Grundlage f\u00fcr ein herrliches Biotop bildet. Auf der gro\u00dfen Ebene des Schwarzwaldvereins ist es derzeit die Energiewende, die\u00a0 die Verantwortlichen in der Kulturlandschaft Schwarzwald vor gro\u00dfe Herausforderungen stellt \u2013 ganz unten an der Basis wurde in schwei\u00dftreibender Arbeit bewiesen, da\u00df man Heimat- und Naturpflege ernst nimmt.<br \/>\nGanz anders verlief der zweite Arbeitseinsatz in derselben Woche: die Pflege und Wartung der Nistk\u00e4sten im Gemeindewald. Erstmals gab die Arbeitsgruppe um Naturschutzwart Franz Kurz dabei einer kleinen Gruppe von Sch\u00fclern Anschauungsunterricht in Gottes freier Natur: interessierte Sch\u00fcler der Sasbacher Montessori-Schule durfte diese T\u00e4tigkeit einige Stunden vor Ort miterleben. Etwa hundert Nistk\u00e4sten sind im Gemeindewald angebracht, die vor dem bevorstehenden Wintereinbruch \u201egewartet\u201c werden. W\u00e4hrend die kleinen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler mit ihrer Lehrerin bis zur Mittagszeit interessierte Zeugen dieser Nistkastenaktion waren, dauerte der Arbeitseinsatz bis in den sp\u00e4ten Nachmittag hinein \u2013 gesch\u00e4tzte hundert Kilometer legte das Arbeitsteam dabei mit ihrem Kombifahrzeug zur\u00fcck, um keinen der Nistk\u00e4sten zu vergessen. Eine Reihe von Besonderheiten gab es zu notieren: in gleich drei Nisth\u00f6hlen wurden Gelege vorgefunden, die nicht weiter bebr\u00fctet worden waren. Nur wenige Nistk\u00e4sten waren jedoch unbewohnt geblieben \u2013 die Mehrzeahl erf\u00fcllte ihren Zweck, den kleinen V\u00f6gel des Waldes Unterschlupf und Brutgelegenheiten zu geben. Wie schon in einzelnen F\u00e4llen in den Vorjahren wurden bei den Reinigungsarbeiten auch \u201efremde\u201c Bewohner in den Nistk\u00e4sten vorgefunden: possierliche Gartenschl\u00e4fer, die offensichtlich recht zahlreich den n\u00f6rdlichen Schwarzwald bev\u00f6lkern. Und das, obwohl diese der Familie der Bilche zuzurechnenden kleinen S\u00e4ugetierchen schon einmal auf der \u201eVorwarnliste\u201c f\u00fcr gef\u00e4hrdete Arten standen, bei der vor Jahren ein drastischer Bestandsr\u00fcckgang zu verzeichnen war.<br \/>\nEtwa ein Dutzend Gartenschl\u00e4fer waren es, die \u2013bereits im Winterschlaf befindlich- in die Nistk\u00e4sten \u201ezweckentfremdeten\u201c, auf jeden Fall jedoch in ihrem \u201eWinterbett\u201c belassen wurden. Offensichtlich f\u00fchlen sich die putzigen Bilche, die trotz ihres Namens \u00fcberwiegend in Laub- oder Tannenw\u00e4ldern und kaum in G\u00e4rten vorzufinden sind,\u00a0 hier gesch\u00fctzter als in Baumh\u00f6hlen oder Gesteinsspalten, die ebenfalls zur \u00dcberwinterung bevorzugt werden. Wie gerne die vom Schwarzwaldverein \u201ebetreuten\u201c \u00a0Nistk\u00e4ste von diesen Gartenschl\u00e4fern bevorzugt werden, wurde deutlich, als sogar ein schlafendes P\u00e4rchen dieser kleinen Tagschl\u00e4fer vorgefunden wurde.\u00a0 Und w\u00e4hrend es f\u00fcr die V\u00f6gel ein leichtes ist, diese in luftiger H\u00f6he angebrachten Nisth\u00f6hlen anzufliegen, wunderte sich die Arbeitsgruppe um Franz Kurz ein ums andere Mal, welche artistischen Leistungen diese Gartenschl\u00e4fer aufbrachten, um in die Nistk\u00e4sten zu gelangen. Im Fr\u00fchjahr allerdings, wenn der Winterschlaf beendet ist, haben die gefiederten Freunde wieder \u201efreien Zutritt\u201c in den Nistk\u00e4sten \u2013 dann sind die kleinen \u201eAllesfresser\u201c wieder \u201ein Wald und Flur\u201c unterwegs. \u201eUnter dem Strich\u201c blieb ein arbeitsintensiver Tag der Arbeitsgruppe, die damit einen wertvollen Beitrag zum Naturschutz leistete.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>15. und 17. 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