{"id":2067,"date":"2008-06-08T08:48:43","date_gmt":"2008-06-08T06:48:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/?p=2067"},"modified":"2017-05-08T12:00:05","modified_gmt":"2017-05-08T10:00:05","slug":"radtour-bei-berching-und-jubilaumsradtour-im-maintal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/?p=2067","title":{"rendered":"Radtour bei Berching und Jubil\u00e4umsradtour im Maintal"},"content":{"rendered":"<h4>4. bis 8. Juni 2008<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Leider hatte Radf\u00fchrer Rudi Rapp in diesem Jahr aus betrieblichen Gr\u00fcnden seinen Urlaub von Juni auf August verlegen m\u00fcssen, und so kam es, da\u00df die zwei geplanten mehrt\u00e4gigen Radtouren, die beide in bew\u00e4hrter Weise vom Busunternehmen K\u00f6ninger begleitet wurden, zeitlich sehr eng beieinanderlagen. Die erste Tour Ende Juli mit 38 zumeist Nichtmitgliedern des SWV begann in der N\u00e4he von Weissenburg in Bayern und f\u00fchrte durch das sch\u00f6ne Anlautertal bis Kinding im Altm\u00fchltal; ganz eifrige radelten sogar, vorbei an Beilngries, am Main-Donau-Kanal entlang bis Berching. In dieser mittelalterlichen Stadt mit 4 Stadttoren und gut erhaltener Stadtmauer hatte man f\u00fcr 2 N\u00e4chte Quartier bezogen.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Tag starteten die Radler am Rothsee und fuhren dann immer nord\u00f6stlich quer durch Felder und W\u00e4lder. Nicht weit entfernt von N\u00fcrnberg-Feucht, kurz vor dem Ort Pfeifferh\u00fctte, bog die Truppe dann ein auf den Radweg am historischen Ludwig-Donau-Main-Kanal. Schon Karl der Gro\u00dfe hatte den Plan, eine Verbindung zwischen Donau und Main zu schaffen \u2013 in der N\u00e4he von Treuchtlingen sind noch heute Reste dieser Unternehmung zu sehen. Aber erst mehr als 1000 Jahre sp\u00e4ter machte sich K\u00f6nig Ludwig I. an die Verwirklichung dieses Plans: im Jahr 1846 konnte der Kanal dem Verkehr \u00fcbergeben werden. Von Schleuse 1 in Kelheim bis Schleuse 100 in Bamberg war mit dem 172,44 km langen Kanal eine Verbindung zwischen Schwarzem Meer und der Nordsee geschaffen worden ! Die heute noch erhaltenen 65 km verlaufen zwischen Berching und N\u00fcrnberg und stehen unter Denkmalschutz. Der Radweg, der immer an diesem idyllischen, ca. 15 m breiten Kanal entlangf\u00fchrt, geh\u00f6rt zu den absoluten Lieblingsstrecken von Rudi Rapp, der alle Teilnehmer aufforderte hier besonders mit Abstand zu fahren und mal so richtig abzuschalten. Wer Lust und Kraft hatte, radelte auch an diesem Tag zur\u00fcck bis Berching, die anderen verluden nach einer Kaffeeepause in Neumarkt\/Oberpfalz ihre R\u00e4der in den Bus.<br \/>\nDer heutige Main-Donau-Kanal wurde 1992 er\u00f6ffnet, auch dort entlang f\u00fchren auf beiden Seiten Radwege. Diesen folgten am dritten und letzten Tag die Radler von Berching aus bis Sulzkirchen, hier bog man ab und radelte vorbei am Kauerlacher Weiher bis Sindersdorf, wo die R\u00e4der zur Heimfahrt verladen wurden. Ein gem\u00fctliches Mittagessen in Wolframs-Eschenbach rundete diese leider recht kurze, aber erlebnisreiche Radeltour ab.<br \/>\nDie meisten Radfreunde des SWV Sasbach-Obersasbach, n\u00e4mlich 26 an der Zahl, hatten sich f\u00fcr die f\u00fcnft\u00e4gige Radtour an den Obermain entschieden. Wieder ging es mit dem Bus in \u00f6stliche Richtung, wieder hie\u00dfen die Radf\u00fchrer Rudi Rapp und Gaby Kemper und wieder traf man auf den Main-Donau-Kanal. Die erste Radtour nahm ihren Beginn n\u00e4mlich in Forchheim und f\u00fchrte dann an diesem Kanal entlang nach Norden, bis nach Bamberg. Die Innenstadt, die zum Weltkulturerbe geh\u00f6rt, ist allemal einen Besuch wert. Weiter n\u00f6rdlich gelangte die Truppe auf den Mainradweg und beendete in Kemmern die erste Etappe, bevor es dann mit dem Bus ins Standquartier nach Michelau ging.<br \/>\nDer n\u00e4chste Tag begann mit einem kurzen Besuch im Kloster Banz, bevor wieder in Kemmern die R\u00e4der bestiegen wurden. Zun\u00e4chst stand ein Abstecher in die h\u00fcbschen Orte Baunach und Rattelsdorf auf dem Programm, dann folgte man bei hochsommerlichen Temperaturen den Schildern des Mainradwegs \u00fcber Zapfendorf und Ebensfeld nach Bad Staffelstein. Die dortige Therme konnte allerdings niemanden locken, stattdessen beschloss die Truppe trotz der Hitze, den Anstieg zur sehenswerten Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen in Angriff zu nehmen. \u00dcber die Korbstadt Lichtenfels ging es anschlie\u00dfend zur\u00fcck nach Michelau; ein erfrischendes Bad im nahegelegenen Natursee bot eine willkommene Abk\u00fchlung.<br \/>\nDer dritte Tag brachte leider wolkenbruchartige Regenf\u00e4lle und sinkende Temperaturen. Trotzdem konnte das volle Radprogramm durchgezogen werden \u2013 es begann in Bad Rodach mit einer kurzen Stadtrundfahrt und einem z\u00fcnftigen Umtrunk anl\u00e4\u00dflich des Geburtstages der 2. Vorsitzenden Gisela H\u00f6\u00df. Die Flu\u00dfl\u00e4ufe der Rodach und der Itz bestimmten den weiteren Verlauf der Radtour. Unber\u00fchrte Landschaft und malerische Orte findet man hier, stellvertretend seien nur Ummerstadt (Th\u00fcringen) und Se\u00dflach genannt. Ummerstadt mit seinem mittelalterlichen Marktplatz bildete vor einigen Jahren die Kulisse f\u00fcr den Spielfilm \u201eLuther\u201c. Se\u00dflach besitzt noch eine intakte Stadtmauer \u2013 am Wochenende werden die Tore geschlossen, so da\u00df keine Autos hinein fahren k\u00f6nnen ! Da\u00df man sich im Gebiet der ehemaligen innerdeutschen Grenze bewegte, wurde allen Teilnehmern an der Gedenkst\u00e4tte Billmuthausen deutlich vor Augen gef\u00fchrt: das Dorf Billmuthausen lag in der von der DDR geschaffenen Sperrzone im \u00e4u\u00dfersten S\u00fcden von Th\u00fcringen. 1978 wurde die letzte Familie deportiert und das Dorf dem Erdboden gleichgemacht ! Die 3. Etappe endete nach 52 km in Rattelsdorf im Maintal.<br \/>\nAuch am 4. Tag radelte man im Grenzgebiet zwischen Th\u00fcringen und Bayern; mit dem Bus ging es zum Rennsteig in Th\u00fcringen, und im 650 m hoch gelegenen bayerischen Tettau bestieg man die R\u00e4der. Am gleichnamigen Fl\u00fc\u00dfchen entlang ging es immer abw\u00e4rts, leider bei recht k\u00fchlen Temperaturen. In Heinersdorf dann wieder Grenzgeschichte: Mauerreste und ein kleines Museum erinnern an die Zeit vor der Grenz\u00f6ffnung. In Pressig stie\u00df die Truppe auf die fr\u00e4nkische Ha\u00dflach und folgte ihr \u00fcber Stockheim und Knellendorf bis ins malerische Kronach am Fu\u00dfe des Frankenwaldes. Bei sonnigem Wetter konnte man hier verschnaufen und ein weiteres Mal die leckeren fr\u00e4nkischen Bratw\u00fcrste genie\u00dfen. Der Rennsteig \u2013 Main \u2013 Radweg f\u00fchrte dann weiter \u00fcber K\u00fcps und Redwitz nach Hochstadt, wo man wieder den Main erreichte. Von hier waren es dann nur noch 5 km bis Michelau.<br \/>\nAm letzten Tag radelten die 26 Teilnehmer die Strecke von Michelau bis Hochstadt in umgekehrter Richtung, blieben dann aber am Main und fuhren flu\u00dfaufw\u00e4rts \u00fcber Altenkunstadt und Mainleus bis nach Kulmbach, der fr\u00e4nkischen Biermetropole. Nicht weit von hier befindet sich die \u201eMainquelle\u201c, n\u00e4mlich der Zusammenflu\u00df von wei\u00dfem und rotem Main. In Kulmbach endeten nach 238 km im Sattel abwechslungsreiche und immer harmonische Radeltage und zugleich die 20. mehrt\u00e4gige Radtour, die Rudi Rapp f\u00fcr den SWV Sasbach-Obersasbach organisiert hat !<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>4. bis 8. 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