{"id":2321,"date":"2007-08-29T10:34:17","date_gmt":"2007-08-29T08:34:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/?p=2321"},"modified":"2017-03-08T22:16:04","modified_gmt":"2017-03-08T21:16:04","slug":"vulkane-maare-und-kraterseen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/?p=2321","title":{"rendered":"Vulkane, Maare und Kraterseen"},"content":{"rendered":"<h4>2007<\/h4>\n<p>Die Maare in der Vulkaneifel bei Daun und Wanderungen in der S\u00fcdeifel im \u00e4ltesten Naturpark von Rheinland-Pfalz waren Ziel einer viert\u00e4gigen Wanderreise des Schwarzwaldvereins Sasbach\/Obersasbach. Unter der bew\u00e4hrten F\u00fchrung von Helmut und Richard Hauser wurden vier besonders pr\u00e4gnante Rundwanderwege vom Standquartier K\u00f6rperich in der S\u00fcdeifel aus erschlossen. \u2013 Erstes Ziel waren drei der bei Daun gelegenen Maare: das Schalkenmehrener Maar, das Weinfelder Maar (Totenmaar) und das Gem\u00fcndener Maar. Diese \u201eAugen der Eifel\u201c, in der Urzeit durch gewaltige Gaseruptionen entstanden, sind bei relativ geringem Durchmesser bis 70 m tief und bieten f\u00fcr Tiere und Pflanzen selten gewordene Lebensr\u00e4ume, weshalb die meisten von ihnen unter Naturschutz stehen.<\/p>\n<p>In Brockscheid, nahe am Schalkenmehrener Maar, wurde die Gruppe in der Eifeler Glockengie\u00dferei \u00fcber das jahrhundertealte Handwerk der Glockenherstellung informiert und konnte in der Werkstatt den Arbeitern beim Aufbau der Glocken-Form zusehen; diese wird in 6-8 Wochen aus Ziegelsteinen, Lehm, Pferdemist und Rinderhaaren hergestellt bevor der Glockengu\u00df mit Bronze stattfindet.<\/p>\n<p>Die folgenden Wanderungen waren ganz dem herrlichen Waldgebiet des Naturparks Eifel gewidmet: Das auf einem Plateau liegende Ferschweiler war Ausgangspunkt der Wanderung auf dem bizarren Felsenpfad: Ein abenteuerlicher Weg f\u00fchrt am steil abfallenden Plateaurand entlang, immer durch Wald und dicht bei den Felsen. \u00dcber die \u201eSchweinest\u00e4lle\u201c, einer Felsschlucht, die in fr\u00fcheren Zeiten als Nachtquartier f\u00fcr Schweine diente, erreichte man den in die Felsen gehauenen und von einer nat\u00fcrlichen Quelle gespeisten \u201eFelsenweiher\u201c. \u00dcber das schon zur R\u00f6merzeit besiedelte Dorf \u201eErnzen\u201c gelangte man zur Naturkundestation \u201eTeufelsschlucht\u201c, wo Einkehr gehalten wurde. Diese mitten im Wald liegende Einrichtung bietet M\u00f6glichkeiten, die Natur und Landschaft aktiv zu erleben und kennen zu lernen. H\u00f6hepunkt dieser Tour war die \u201eTeufelsschlucht\u201c, die durch senkrecht aufsteigende W\u00e4nde und Pfeiler, umgest\u00fcrzte Bl\u00f6cke und enge Kl\u00fcfte die Wanderer wie in eine unterirdische Welt versetzten. Ihre Entstehungsgeschichte liegt in der Eiszeit, als sich ein m\u00e4chtiger Sandsteinblock aus der Plateauwand l\u00f6ste und diese 28 m tiefe und an ihrer schmalsten Seite nur 1 m breite Felsspalte bildete.<\/p>\n<p>Nicht weniger spannend war die Wanderung rund um das Bersdorfer Plateau im luxemburgischen Teil der Eifel. \u00dcber den Grenzflu\u00df Sauer gelangte man zum Ausgangspunkt, von wo in vielen Auf- und Abstiegen sich den Wanderern wiederum eine phantastische Felslandschaft auftat: \u00dcber \u201eSiewenschliff\u201c wurde das \u201eFelslabyrinth\u201c erreicht, wo zahlreiche Kletterer in den W\u00e4nden waren. \u00dcber den Ort Berdorf erreichte man die \u201eM\u00fchlsteinh\u00f6hlen Hohllay und Brechlay\u201c, in denen ehemals M\u00fchlsteine aus dem Fels gehauen wurden.<\/p>\n<p>Der letzte Tag begann in dem auf luxemburgischer Seite gelegenen mittelalterlichen Kurort Vianden an dem gestauten Fl\u00fcsschen Our, die das gr\u00f6\u00dfte Pumpspeicherwerk seiner Art in Europa speist. Ein imposantes Schloss \u00fcber dem Ort beherrscht das Stadtbild. Durch die Stadt erfolgte der Aufstieg \u00fcber den Schlossberg und wieder hinab zum Our-Stausee, der umrundet wurde und wieder zum Ausgangspunkt in Vianden zur\u00fcckf\u00fchrte.<\/p>\n<p>Eine gutgelaunte Wanderschar konnten die Wanderf\u00fchrer nach diesen vier eindrucksvollen Tagen im Heimatort Sasbach wieder verabschieden. Wieder einmal war es dem Schwarzwaldverein Sasbach-Obersasbach gelungen, seinen Wanderern eine sehens- und erlebenswerte Landschaft unserer mitteleurop\u00e4ischen Heimat hervorragend zu zeigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2007 Die Maare in der Vulkaneifel bei Daun und Wanderungen in der S\u00fcdeifel im \u00e4ltesten Naturpark von Rheinland-Pfalz waren Ziel einer viert\u00e4gigen Wanderreise des Schwarzwaldvereins Sasbach\/Obersasbach. 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