{"id":2386,"date":"2006-05-07T12:29:40","date_gmt":"2006-05-07T10:29:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/?p=2386"},"modified":"2017-05-08T11:59:30","modified_gmt":"2017-05-08T09:59:30","slug":"schwarzwaldverein-feiert-sein-30jahriges","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/?p=2386","title":{"rendered":"Schwarzwaldverein feiert sein \u201e30j\u00e4hriges\u201c"},"content":{"rendered":"<h4>7. Mai 2006<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Zeichen des Schwarzwaldvereins steht am Sonntag, 7. Mai 2006 die Sasbacher Gesamtgemeinde: Der Verein um die Vorsitzende Gisela H\u00f6\u00df feiert in angemessenem Rahmen sein 30j\u00e4hriges Gr\u00fcndungsjubil\u00e4um.<br \/>\nSchauplatz der Jubil\u00e4umsfeier ist die Obersasbacher Grindehalle, wobei sich nicht nur die Mitglieder und G\u00e4ste des Jubil\u00e4umsvereins, sondern auch der umliegenden Schwarzwaldvereine ein Stelldichein geben.<br \/>\n\u201eWandern erschlie\u00dft das Kennenlernen der Heimat und das Erleben der Vielfalt unserer heimischen Natur\u201c \u2013 so treffend formulierte es damals Landrat Klaus Brodbeck, als der Sasbacher Schwarzwaldverein sein \u201eSilberjubil\u00e4um\u201c feierte. In der Tat hat man ja das herrlichste Wandergebiet quasi vor der Haust\u00fcr, nicht allzuweit ist es bis ins Zentrum des Nordschwarzwaldes und auf die andere Rheinseite, wo die Vogesen ein kaum weniger attraktives Wandergebiet darstellen.<br \/>\nDas Jubil\u00e4um ist es wert, das Rad der Vereinsgeschichte um die drei Jahrzehnte zur\u00fcckzudrehen. Man findet f\u00fcr die eigentliche Vereinsgeschichte einen Anla\u00df, der den sp\u00e4ter hinzugekommenen Vereinsmitgliedern nie so richtig bewu\u00dft wurde und auch so allm\u00e4hlich in Vergessenheit geriet: Der \u201eStein des Ansto\u00dfes\u201c war eigentlich ein Geb\u00e4ude, das einst auf dem Hornisgrinder\u00fccken stand. Ein altes Sendegeb\u00e4ude des S\u00fcdwestfunks, das als Vorl\u00e4ufer des jetzigen Hornisgrindeturms nicht nur dem technischen Zweck diente, sondern auch eine urige Wanderh\u00fctte auf seinen gewaltigen Fundamenten aus Buntsandstein beinhaltete. Dort, wo die Gemarkungsgrenzen von Sasbach, Obersasbach und Sasbachwalden zusammenstie\u00dfen, stand dieses Geb\u00e4ude, bei dem damals der mit den Kommunen getroffene Erbpachtvertrag abgelaufen war. Und es fiel damit wieder an die Grundst\u00fcckseigner zur\u00fcck. Bekannt war dieses Tatsache auch \u201eunten im Tal\u201c \u2013 beispielsweise auch bei Ewald Panther und Konrad Ernst. Diese standen in den 70er Jahren schon lange in den Diensten der Gemeinde Sasbach \u2013 Panther war damals noch Chef des Grundbuchamtes und Ernst langj\u00e4hriger K\u00e4mmerer. Zu schade, dieses altehrw\u00fcrdige Geb\u00e4ude verkommen zu lassen, befanden nicht nur diese beiden, die sich mit einem gr\u00f6\u00dferen Kreis um eine eventuelle weitere Nutzung Gedanken machten. Auch der Hauptverein des Schwarzwaldvereins in Freiburg wurde in jene \u00dcberlegungen mit einbezogen, und dort war man der Idee, im unteren Sasbachtal einen Schwarzwaldverein zu gr\u00fcnden, nicht abgeneigt. Man h\u00e4tte, so war die sicher leicht zu realisierende Vorstellung der Gr\u00fcndungsinitiatoren, auch gleich ein Wanderheim im sch\u00f6nsten Wandergebiet gehabt.<br \/>\nDas Werben der Gr\u00fcndungsinitiatoren fand gro\u00dfen Anklang: Viele Sasbacher und Obersasbacher, oft mit der gesamten Familie, trugen sich in die Mitgliederliste ein. So um die f\u00fcnfhundert Personen wurden in den fr\u00fcheren Jahren gez\u00e4hlt, nicht wenige waren auch aus Lauf und aus Sasbachwalden. Zu den Gr\u00fcndungsmitgliedern z\u00e4hlten unter anderem auch Ewald Panther und Obersasbachs Ortsvorsteher Albert Doll. Bedeutende M\u00e4nner aus dem Schwarzwaldverein st\u00e4rkten den Gr\u00fcndungsmitgliedern bei deren Versammlung am 30. Juni 1976 den R\u00fccken \u2013 unter ihnen Hotelier Hans Reymann, der damals der \u201eOrtsgruppe Hornisgrinde\u201c vorstand, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Siebler-Ferry und Gauobmann Hugo Schneider, um nur einige zu nennen. In diesem Zusammenhang darf man auch an Dr. Friedrich Reuter erinnern, der den Gr\u00fcndungsinitiatoren beratend zur Seite stand und dann wenig sp\u00e4ter mit einer Spende f\u00fcr die erste gesunde finanzielle Basis sorgte.<br \/>\nXaver Zorn \u00fcbernahm nach der Vereinsgr\u00fcndung das Amt des ersten Vorsitzenden, das Amt des Stellvertreters oblag Konrad Ernst. Herbert Weh (Schriftf\u00fchrer), Manfred Kunz (Kassierer), Klaus Dilly (Wanderwart), Helmut Hauser (Wegwart), Hermann Emer (Naturschutzwart), Franz Gerber (Skiwanderwart), Klaus Emer (Jugendwart), Karl Schrage (Seniorengruppe) sowie die Beisitzer komplettierten das Vorstandsteam, das in den ersten Jahren nach der Gr\u00fcndung auf eine starke Resonanz bei der Einwohnerschaft stie\u00df. Der Schwarzwaldverein Sasbach war \u00fcbrigens der erste Verein der Gesamtgemeinde, nachdem sich drei Jahre zuvor die damals noch selbst\u00e4ndigen Gemeinden Sasbach und Obersasbach zusammengeschlossen hatten.<br \/>\nNun war der Ortsverein gegr\u00fcndet \u2013 nur das einst ins Auge gefasste Wanderheim gab es bald nicht mehr. Eine getroffene Abrissverf\u00fcgung wurde realisiert, obwohl sich selbst der damalige Pr\u00e4sident des Hauptvereins f\u00fcr den Erhalt des Geb\u00e4udes einsetzte. Doch Diejenigen, denen das Geb\u00e4ude mehr ein Dorn im Auge war, waren mit der Spitzhacke schneller als die Anderen, die noch gegen die Abrissverf\u00fcgung angehen wollten.<br \/>\nWer wei\u00df, wof\u00fcr es gut war, so sagte sp\u00e4ter so manches Vereinsmitglied, denn schlie\u00dflich sei Eigentum ja auch mit Verpflichtung verbunden. Einige Jahre nach dem \u201eFlop\u201c mit der Wanderh\u00fctte auf der Hornisgrinde besch\u00e4ftigten sich die Vorstandsmitglieder noch mit dem Gedanken, eine Wanderh\u00fctte zu errichten \u2013 unter anderem hatte man auch das Gebiet beim \u201eOchsenstall\u201c in diese \u00dcberlegungen mit einbezogen. Doch zu einem Bau eines eigenen Wanderheimes kam es trotz aller Planungen nie \u2013 obwohl man die ersten finanziellen R\u00fccklagen aus Grundstock gedacht hatte. Sogar in der ersten Vereinssatzung konnte man nachlesen, da\u00df man sich neben der Herstellung und Instandhaltung von Wanderwegen auch die Errichtung und Betreuung von Wanderheimen, Schutzh\u00fctten, Aussichtsanlagen und Ruheb\u00e4nken zur Aufgabe gemacht hatte.<br \/>\nUngeachtet aller \u00dcberlegungen um das nie realisierte Wanderheim wurden jedoch die \u00fcbrigen in der Satzung verankerten Aufgaben umso eifriger angegangen \u2013 das gemeinsame Wandern, darunter auch die Pflege des Jugendwanderns sowie des Natur- und Heimatschutzes. Die allj\u00e4hrlichen Wanderpl\u00e4ne beinhalteten von Anfang an viele Dutzend Aktivit\u00e4ten, die ersten Wanderwege und Sitzgruppen wurden errichtet. Kurioserweise endet der Zugangsweg, der von der Sasbacher Ortsmitte durch das Lauf- und Sasbachtal auf die Hornisgrinde f\u00fchrt, nicht allzu weit von der Stelle, an der heute das Wanderheim st\u00fcnde \u2013 wenn sich die Vorstellungen aus den 70er Jahren h\u00e4tten realisieren lassen.<br \/>\nEin ausgewogenes Wanderprogramm, das allen Mitgliedern etwas bietet, war von jeher das Anliegen der Vereinsverantwortlichen. Hervorzuheben ist dabei noch eine in die Amtszeit von Xaver Zorn fallende gekn\u00fcpfte Freundschaft mit den Wanderfreunden aus Lachen-Speyerdorf: diese besteht schon zwei Jahrzehnte und wurde erst vor einigen Wochen, als man zu Gast beim Pf\u00e4lzerwaldverein weilte, weiter gefestigt.<br \/>\nZu den traurigen Anl\u00e4ssen in der Vereinsgeschichte z\u00e4hlten das viel zu fr\u00fche Ableben der beiden Vorstandsmitglieder Xaver Zorn und Manfred Kunz, die beide 1993 aus dem Leben gerissen wurden. Nach Xaver Zorn \u00fcbernahm dessen langj\u00e4hriger Stellvertreter Konrad Ernst noch sechs Jahre das Amt des ersten Vorsitzenden, ihm stand Alfons Striebel als \u201eVize\u201c beiseite. Zuvor hatte sich Striebel schon \u00fcber viele Jahre als Jugendwart und Organisator und Leiter unz\u00e4hliger sch\u00f6ner Wanderungen verdient gemacht, wie der Verein \u00fcberhaupt immer wieder von einer Vielzahl von umsichtigen Wanderf\u00fchrern profitierte.<br \/>\nSchon Xaver Zorn hatte es eingef\u00fchrt, die Tradition blieb erhalten: zu den H\u00f6hepunkten in all den Wanderjahren z\u00e4hlten die Mehrtageswanderungen in allen deutschen Mittelgebirgen und nat\u00fcrlich auch im Hochgebirge. Das schon in den fr\u00fchen Vereinsjahren praktizierte Skiwandern findet nach wie vor viele Teilnehmer, neu hinzu gekommen ist das Radwandern, das in der j\u00fcngeren Vereinsgeschichte ebenfalls schon mit vielen Erlebnissen verbunden ist. Und an die Stelle des ehemals gut betreuten Jugendwanderns k\u00f6nnte man heute das Familienwandern setzen, das in den letzten Jahren \u201egut im Kommen\u201c war und ist. Albert Bohnert, derzeit zweiter Vorsitzender und Schriftf\u00fchrer in Personalunion, zeichnet zusammen mit dem neuen Beiratsmitglied Reinhold Czasny daf\u00fcr verantwortlich.<br \/>\nIst in Ewald Panther, dem ehemaligen Sasbacher B\u00fcrgermeister, einer der ma\u00dfgeblichen Gr\u00fcndungsinitiatoren des Jubil\u00e4umsvereins zu sehen, so sind die Verdienste von dessen Schwester Gisela H\u00f6\u00df nicht minder hoch einzusch\u00e4tzen: sie folgte vor sechs Jahren Konrad Ernst, mittlerweile Ehrenvorsitzender, im Amt des Vereinsvorsitzenden. In ihre allererste Amtszeit fiel das 25j\u00e4hrige Gr\u00fcndungsjubil\u00e4um, das damals an derselben Stelle stattfand wie nun die 30j\u00e4hrige Jubil\u00e4umsfeier.<br \/>\nEs ist noch nicht lange her, als Karl St\u00f6hr, seit vielen Jahren engagierter Wanderwart, die Feststellung traf: \u201ewir sind alle \u00e4lter geworden\u201c. Der Verein ist in seinen Grunds\u00e4tzen jedoch jung geblieben, engagiert sich auch im Gemeindeleben, wie allj\u00e4hrlich im Rahmen des Winkelfestes festzustellen ist. Und wenn einst das Vorhaben mit einem eigenen Wanderheim nicht klappte, so darf sich der Schwarzwaldverein Sasbach mittlerweile \u00fcber ein anderes Bauwerk auf der Hornisgrinde freuen: der Erhalt des \u201eBismarckturmes\u201c ist gr\u00f6\u00dftenteils den Mitgliedern des Sasbacher Schwarzwaldvereins zu verdanken. Ein Arbeitsteam um Fachmann Josef Kurz verstand es, dieses Sandsteinbauwerk fachm\u00e4nnisch zu renovieren und als Aussichtsturm der Nachwelt zu erhalten. Allen, die von diesem Turm aus in alle Himmelsrichtungen schauen k\u00f6nnen, ist mehr gedient als mit einer H\u00fctte, zumal es ja an Rast- und Gasth\u00e4usern in der Umgebung nicht mangelt.<br \/>\nUnd wenn schon vom \u201e\u00e4lterwerden\u201c die Rede war: seit vielen Jahren schon hat sich aus den Reihen der \u00e4lteren Mitgliedern eine sehr rege Seniorenabteilung rekrutiert, die sehr regelm\u00e4\u00dfig unterwegs ist und das Vereinsgeschehen deutlich mitbelebt. Ob Fu\u00dfwanderer, Radwanderer oder Skiwanderer, ob im \u201eflachen Land\u201c, in der Vorbergzone oder im Hochgebirge: in den drei Jahrzehnten hat der Schwarzwaldverein f\u00fcr junge und \u00e4ltere Vereinsmitglieder schon unz\u00e4hlige herrliche Erlebnisse beschert \u2013 und viele gesellige Runden zum Ausklang der Wandertage. Am Sonntag ist nun erst einmal feiern mit dem Jubil\u00e4umsverein angesagt \u2013 bei gutem Essen, bei Kaffee und Kuchen und den dazugeh\u00f6renden Getr\u00e4nken. Musik und Gesang geh\u00f6ren dazu: daf\u00fcr sorgt in erster Linie die Obersasbacher Mundartgruppe \u201eHundsb\u00f6schler\u201c, ferner eine S\u00e4ngerrunde aus den Reihen der Vereinsaktiven. Und wo ein Jubil\u00e4um gefeiert wird, sind Ehrungen nicht weit: Der Bezirksvorsitzende Klaus Mohr sowie die Vereinsvorsitzende Gisela H\u00f6\u00df werden im Rahmen der Veranstaltung, bei der auch schon zum Mittagessen eingeladen wird, verdiente Vereinsmitglieder ehren und auszeichnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\">7. Mai 2006 Im Zeichen des Schwarzwaldvereins steht am Sonntag, 7. 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