{"id":2547,"date":"2005-06-05T09:58:45","date_gmt":"2005-06-05T07:58:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/?p=2547"},"modified":"2017-05-08T12:06:09","modified_gmt":"2017-05-08T10:06:09","slug":"moin-moin-schleswig-holstein-last-grusen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/?p=2547","title":{"rendered":"&#8222;Moin, Moin &#8211; Schleswig-Holstein l\u00e4\u00dft gr\u00fc\u00dfen&#8220;"},"content":{"rendered":"<h4>30. Mai bis 5. Juni 2005<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unter diesem Motto stand die mehrt\u00e4gige Fahrradtour des SWV Sasbach-Obersasbach, die Anfang Juni unter der Leitung von Rudi Rapp &amp; Gaby Kemper stattfand. Mit Bus und Fahrradanh\u00e4nger machten sich 39 Teilnehmer auf in den hohen und f\u00fcr viele unbekannten Norden unserer Republik. Unser Standquartier hatten wir in Gammelby aufgeschlagen, einem kleinen Ort in der N\u00e4he von Eckernf\u00f6rde. Im Hotel bereitete man uns zur Begr\u00fc\u00dfung einen Sektempfang und war \u00fcberhaupt sehr um unser leibliches Wohl besorgt. F\u00fcnf Tage radelten wir den niedrigen Temperaturen zum Trotz rund 260 km durch die Landschaften Angeln und Schwansen im Osten Schleswig-Holsteins, eine, wie viele Schwarzw\u00e4lder erstaunt feststellten, keineswegs platte, sondern recht h\u00fcgelige Gegend.<br \/>\nAm 1. Tag ging es nach Schleswig an der Schlei, kein Flu\u00df, sondern ein 42 km ins Landesinnere ragender Ostseearm. Dort besichtigten wir den St. Petri Dom und die malerische Fischersiedlung auf dem Holm. Weiter ging\u00b4s auf einer stillgelegten Bahnlinie Richtung Westerakeby und von dort zur\u00fcck zur Schlei nach Lindaunis, wo sich die Praxis des ZDF-Landarztes befindet und wo gerade Dreharbeiten stattfanden.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Tag brachte uns der Bus \u00fcber Flensburg nach Gl\u00fccksburg, wo wir als erstes das bekannte Wasserschlo\u00df betrachteten. Direkt ans Ufer der Flensburger F\u00f6rde f\u00fchrte uns der Weg durch das Naturschutzgebiet der Halbinsel Holnis, bevor wir dem Ostseek\u00fcstenradweg gen S\u00fcden bis Habernis folgten. Immer wieder gab es herrliche Ausblicke \u00fcber das Wasser und die Segelboote hinweg zum nahegelegenen D\u00e4nemark. Ein Besuch im Museumsdorf Unewatt bildete den Schlu\u00dfpunkt an diesem Tag.<br \/>\nNur 10\u00b0, Wind und Nieselregen verhinderten am folgenden Tag unsere geplante Radtour. So erkundeten wir zu Fu\u00df die h\u00fcbschen, direkt am Ufer der Schlei gelegenen Orte Kappeln und Maasholm. Sp\u00e4ter besserte sich das Wetter, und wir konnten doch noch in die Pedale treten &#8211; vom Hotel aus radelten wir bei herrlicher Abendstimmung auf schmalen Wanderwegen einmal ums Windebyer Noor. So nennt man einen fast v\u00f6llig vom Meer abgetrennten See.<br \/>\nAm 4. Tag starteten wir zur wohl sch\u00f6nsten und l\u00e4ngsten Etappe unserer Reise, die uns zur Schlei, an die Ostseek\u00fcste und zu den riesigen G\u00fctern Schleswig-Holsteins f\u00fchrte. Erster H\u00f6hepunk war Sieseby, eins der malerischsten D\u00f6rfer dieser Gegend mit wundervollen reetgedeckten alten H\u00e4usern. Direkt an der Schlei entlang und mit der kleinen F\u00e4hre hin\u00fcber gelangten wir nach Arnis, der &#8222;kleinsten Stadt Deutschlands&#8220;. Gem\u00fctlich schoben wir die R\u00e4der durch die einzige Strasse dieser Fischersiedlung, bestaunten die schmucken H\u00e4user mit ihren h\u00fcbschen Haust\u00fcren und kamen zur kleinen Kirche, in der uns die K\u00fcsterin einiges aus der Geschichte von Arnis erz\u00e4hlte. \u00dcber Kappeln und die neue Klappbr\u00fccke radelten wir weiter zum ehemaligen Marinest\u00fctzpunkt Olpenitz, wo wir vom Hafen aus direkt zur &#8222;Schleim\u00fcndung&#8220; und zum Leuchtturm hin\u00fcbersehen konnten. Am Naturschutzgebiet vom Schwansener See vorbei fuhren wir direkt am Ostseestrand entlang, doch trotz Sonnenschein trauten sich nur einige, wenigstens den gro\u00dfen Zeh ins Wasser zu strecken ! Das moderne Ostseebad und Rehazentrum Damp lohnt wahrlich keinen Besuch, so kehrten wir der See den R\u00fccken und verweilten lieber beim alten Gut Damp mit dem Johannesstift und den noch erhaltenen Armenh\u00e4usern. Durch Landesinnere vorbei an unglaublich gro\u00dfen Korn- und gerade noch bl\u00fchenden Rapsfeldern sowie den G\u00fctern H\u00fclsenhain, Rodensande, Ludwigsburg, Kasmark und R\u00f6gen kamen wir nach rund 70 km wieder im Hotel an.<br \/>\nDer letzte Tag erforderte noch einmal gute Kondition, denn der heftige, b\u00f6ige Gegenwind machte uns schwer zu schaffen. \u00dcber Eckernf\u00f6rde, das wir mit einem kleinen Rundgang erkundeten, und Holtsee, wo wir uns in der gleichnamigen Molkerei mit frischem K\u00e4se versorgten, gelangten wir nach Sehestedt zum Nord-Ostsee-Kanal, wo wir eigentlich picknicken wollten, doch dazu war es einfach zu ungem\u00fctlich und kalt. So radelten wir nach kurzer Pause, in der wir einige gewaltige Containerschiffe auf ihrer Fahrt von Brunsb\u00fcttel nach Kiel und umgekehrt bestaunt hatten, am Kanal entlang Richtung B\u00fcnsdorf am gro\u00dfen Wittensee, wo wir uns in einem Lokal wieder aufw\u00e4rmten. Auf dem R\u00fcckweg \u00fcberraschte uns dann noch \u00fcbler Nieselregen, soda\u00df wir uns den Abstecher auf den 98m hohen Aschberg schenkten und quer durch die H\u00fcttener Berge eiligst dem Hotel zustrebten.<br \/>\nDoch trotz der widrigen Witterungsverh\u00e4ltnisse hat es allen Teilnehmern dem Bekunden nach sehr gut gefallen und die Stimmung bei der Radeltruppe war stets bestens. Man wird Schleswig-Holstein mit den bl\u00fchenden Flieder- und Wei\u00dfdornhecken, den im Wind wogenden Kornfeldern und den schmucken D\u00f6rfern in guter Erinnerung behalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\">30. Mai bis 5. 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