{"id":2600,"date":"2004-07-25T10:41:15","date_gmt":"2004-07-25T08:41:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/?p=2600"},"modified":"2017-05-08T12:01:25","modified_gmt":"2017-05-08T10:01:25","slug":"mehrtageswanderung-im-elbsandsteingebirge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/?p=2600","title":{"rendered":"Mehrtageswanderung im Elbsandsteingebirge"},"content":{"rendered":"<h4>21. bis 25. Juli 2004<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ende Juli brachen 20 Wanderer des Schwarzwaldvereins Sasbach\/Obersasbach mit Privatwagen auf, um unter der bew\u00e4hrten Leitung von Helmut und Richard Hauser den Nationalpark S\u00e4chsische Schweiz zu erkunden. Zum Auftakt erklommen wir die gewaltige Festung K\u00f6nigstein, die sich 360 m hoch \u00fcber der Elbe und dem gleichnamigen Ort erhebt. Durch das Hauptportal und \u00fcber zwei Zugbr\u00fccken geht es zum Felsplateau hinauf. Beim Rundgang auf der 2,2 km langen Mauer er\u00f6ffneten sich immer wieder herrliche Ausblicke auf die Elbschleife und zum gegen\u00fcberliegenden schroffen Felsmassiv des Liliensteins. Auch innerhalb des Burggel\u00e4ndes gibt es viel zu sehen: Zeug- und Schatzhaus, Kommandantenwohnung, Garnisonskirche, mehrere Wachtt\u00fcrme sowie u.a. das Brunnenhaus, wo uns der 152m tiefe Brunnen besonders faszinierte. Kurf\u00fcrst August lie\u00df ihn im 16. Jahrhundert graben. Gut 2 Stunden verweilten wir an diesem interessanten Ort, bevor wir zu den Autos zur\u00fcckkehrten und nach Bad Schandau fuhren in die liebenswerte und gem\u00fctliche Gastst\u00e4tte und Pension &#8222;Schrammsteinbaude&#8220;, unser sehr empfehlenswertes Quartier f\u00fcr die n\u00e4chsten 5 Tage.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Tag war die Bastei unser Ziel. Vom malerischen Kurort Rathen aus, ebenfalls am Elbufer gelegen, begann der Aufstieg. In Bad Schandau, Postelwitz oder Rathen, \u00fcberall fanden wir die Vermerke \u00fcber das gewaltige Elbehochwasser vom August 2002. In fast allen H\u00e4usern hatte das Wasser \u00fcber den 1. Stock hinaus gestanden. Inzwischen ist jedoch fast alles liebevoll repariert und restauriert und die meisten Spuren beseitigt.<br \/>\nKurz vor den Felsenbr\u00fccken an der Bastei \u00fcberholten uns mehrere Gewitter, die sich wohl auf den ber\u00fchmtesten Felsen des Elbsandsteingebirges verabredet hatten, und zwangen uns unter die \u00fcberh\u00e4ngenden Felsen, wo wir trockenen Fu\u00dfes den heftigen Regen abwarten konnten. Das Wetter besserte sich zwar am Mittag, aber mit der Aussicht war\u00b4s wegen der Nebelschwaden vorbei. So stiegen wir nach einer Vesperpause die \u00fcber 800 Stufen in die wilde Schlucht der Schwedenl\u00f6cher hinab. Sie erhielt den Namen, weil sich die Menschen im 30j\u00e4hrigen Krieg vor den Schweden hierher gefl\u00fcchtet hatten. Die Wanderroute f\u00fchrte uns in die Tiefe der Klamm zum Amselfall, am Gr\u00fcnbach entlang zum Amselsee und wieder aufw\u00e4rts zum Knotenweg. Nach einem lohnenden Abstecher steil hinauf zum Gamrigfelsen kehrten wir zu den Autos zur\u00fcck.<br \/>\nAm 3. Tag zeigte sich, dass die bisherigen Ausfl\u00fcge nur ein m\u00fcder Aufgalopp gewesen waren, denn nun ging es in das Gebiet der stark zerkl\u00fcfteten Schrammsteine. Kondition war angesagt, als wir von dem Grenzort Schmilka aus (117m) von den Hausers bei hochsommerlichen Temperaturen kerzengerade den Wald hinauf, mal wieder \u00fcber unendliche Stufen, auf den Gro\u00dfen Winterberg gescheucht wurden. Mit 556 m ist der breit gew\u00f6lbte Basaltr\u00fccken die h\u00f6chste Erhebung der rechtselbischen S\u00e4chsischen Schweiz. Auf der dortigen Terrasse konnten wir bei einem wohlverdienten Schluck verschnaufen. Aber schon ging es weiter \u00fcber den Reitsteg zum Carolafelsen, auf dem wir uns zum mitgebrachten Vesper niederlie\u00dfen. \u00dcber Holzleitern, meist schmale Eisentreppen hinauf und hinab, an Gel\u00e4ndern entlang, zwischen engen Felsw\u00e4nden hindurch gelangten wir schlie\u00dflich zum absoluten H\u00f6hepunkt des Tages und eigentlich der gesamten Wandertour: zur Schrammsteinaussicht in schwindelnder H\u00f6he, 300 m \u00fcber dem Elbspiegel. Der Rundblick war so einmalig, dass wir uns kaum trennen konnten. Doch weiter ging es hinab \u00fcber steile Leitern ( am besten r\u00fcckw\u00e4rts zu bew\u00e4ltigen) zum imposanten gro\u00dfen Schrammtor und von dort endlich auf bequemen Waldwegen zur\u00fcck direkt ins Quartier. Bei z\u00fcnftigem Radeberger Pils klang ein Tag voll aufregender Erlebnisse aus.<br \/>\nDer Tag danach begann mit Hindernissen. man wollte uns nicht nach Tschechien einreisen lassen, weil 2 Mitglieder unserer Gruppe keine g\u00fcltigen P\u00e4sse bei sich hatten. Also drehten wir kurzerhand alle um, verlie\u00dfen diese ungastliche St\u00e4tte und fuhren nach K\u00f6nigstein, denn unsere Wanderf\u00fchrer hatten schnell eine Ersatzroute parat, die sich sehen lassen konnte, lernten wir doch heute die sagenhafte Barbarine kennen. Vorbei an der mit 230 qm gr\u00f6\u00dften H\u00f6hle des Natinalparks, der Diebsh\u00f6hle, gelangten wir, nat\u00fcrlich kr\u00e4ftig ansteigend, als erstes auf die gro\u00dfe Platte eines Sandsteinmassivs, genannt Quirl. Von dort ging es weiter bergan zum Fu\u00dfe des Pfaffensteins. Wir w\u00e4hlten den bequemen Anstieg \u00fcber Treppen und Leitern hinauf zum alten Berghotel kurz unter dem Gipfel des Paffensteins (435 m ). Hier st\u00e4rkten wir uns f\u00fcr die weitere Etappe. Auf- und abw\u00e4rts \u00fcber steile Steinstufen und zwischen so engen Felsspalten hindurch, dass man Sorge hatte samt Rucksack steckenzubleiben, gelangten wir dann zum wohl bekanntesten Einzelfelsen der Gegend, zur sogenannten Barbarine. Es handelt sich um eine freistehende, imposante Steins\u00e4ule von 42 m H\u00f6he, die heute nicht mehr bestiegen werden darf. Die Sage erz\u00e4hlt, da\u00df Jungfer Barbara statt zur Heiligen Messe heimlich zum F\u00f6rster in den Wald gelaufen sei. Daraufhin wurde die ungehorsame Tochter von der zornigen Mutter verflucht und verwandelte sich in Stein. Als Abstieg vom Pfaffenstein w\u00e4hlten wir nun den steileren Weg und zw\u00e4ngten uns nach Bew\u00e4ltigung zahlreicher sehr schmaler Eisenleitern auch noch r\u00fcckw\u00e4rts durch ein Felsenloch, das bekannte Nadel\u00f6hr. Weiter ging\u00b4s auf breiten Sand- und Waldwegen durch den hellen Mischwald. Doch die Idylle w\u00e4hrte nicht lange, stand doch noch die Besteigung des 448m hohen Felsens Gohrisch auf dem Programm. Zum letzten Mal an diesem Tag schleppten sich die m\u00fcden F\u00fc\u00dfe Treppen hoch und Leitern rauf und runter durch einen engen Schluchtweg zum Gipfelbereich des Gohrisch, wo eine Wetterfahne steht. Auch hier entsch\u00e4digte eine herrliche Weitsicht f\u00fcr alle Strapazen. Tief unter uns der Kurort Gohrisch, den wir nach dem Abstieg bald auf bequemen Waldwegen erreichten. Wir durchquerten den Ort und hatten nun noch 45 Minuten Weg bis zu unseren Autos in K\u00f6nigstein vor uns.<br \/>\nDen gelungenen Abschluss unserer Mehrtagestour bildete am letzten Tag der Besuch im Nationalparkhaus von Bad Schandau. Eine Multivisionsshow zeigte u.a. noch manche lohnenden Ziele in diesem Wandergebiet und machte durch Computersimulation deutlich wie in Jahrmillionen durch Wind und Wetter die Tafelberge sowie die bizarren Felsen und Schluchten aus dem Sandstein gewaschen worden waren. So manche in den letzten Tagen aufgetauchte Frage kl\u00e4rte sich beim Anblick dieser Bilder. Voller Eindr\u00fccke und mit viel Gespr\u00e4chsstoff versehen wurde die lange Heimreise angetreten und im &#8222;Ochsen&#8220; in Sasbach die gesunde Heimkehr aller Teilnehmer begossen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\">21. bis 25. 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