{"id":4373,"date":"2013-05-12T11:10:09","date_gmt":"2013-05-12T09:10:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/?p=4373"},"modified":"2017-05-08T12:01:24","modified_gmt":"2017-05-08T10:01:24","slug":"mit-den-juniorrangern-uber-den-lotharpfad","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/?p=4373","title":{"rendered":"Mit den Juniorrangern \u00fcber den Lotharpfad"},"content":{"rendered":"<h4 style=\"text-align: justify;\">12. Mai 2013<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Novum beim Schwarzwaldverein Sasbach\/Obersasbach: Erstmals f\u00fchrten zwei Kinder eine naturkundliche Wanderung.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4378\" alt=\"Collage_Lotharpfad\" src=\"https:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Collage_Lotharpfad.jpg\" width=\"637\" height=\"164\" srcset=\"https:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Collage_Lotharpfad.jpg 637w, https:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Collage_Lotharpfad-300x77.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 637px) 100vw, 637px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alles begann am zweiten Weihnachtsfeiertag 1999, als das Sturmtief \u201eLothar\u201c mit einer Geschwindigkeit von \u00fcber 200 km\/h \u00fcber den Nordschwarzwald fegte, u.a. auch im \u00a0Grindengebiet an der badisch-w\u00fcrttembergischen Grenze.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Genau dort f\u00fchrten die beiden Juniorranger Isabel und Paula Benz eine elfk\u00f6pfige Wandergruppe \u00fcber die Sturmwurffl\u00e4che des Lotharpfads n\u00f6rdlich vom Schliffkopf an der Schwarzwaldhochstra\u00dfe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An mehreren Wegstationen erkl\u00e4rten die 11 und 8 Jahre jungen Nachwuchsforscher die nat\u00fcrliche Entwicklung einer durch eine Naturgewalt binnen 2 Stunden zerst\u00f6rten Waldfl\u00e4che. Das \u00a0vom Naturschutzzentrum Ruhestein und Kreisforstamt Freudenstadt initiierte \u201eForschungsobjekt Lotharpfad\u201c bietet die M\u00f6glichkeit zu beobachten, wie sich die Natur ohne Eingriffe des Menschen entwickelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eingangs erkl\u00e4ren die Expertinnen an einem der vielen aufragenden Wurzelteller, dass v.a. die flachwurzelnden Fichten zu wenig Halt auf dem flachgr\u00fcndigen Boden haben, um einem Sturm trotzen zu k\u00f6nnen. Aufgrund dessen wurden zahlreiche Fichten \u201eim Ganzen\u201c umgeworfen. Aber davon, dass es den stabiler verankerten Tannen aber auch nicht viel besser erging, \u00a0zeugen zahlreiche, stehengebliebene St\u00e4mme. Die Tannen wurden wegen ihres weichen Holzes durch die beim Sturm auftretenden Torsionskr\u00e4fte einfach abgedreht. Und dann ragen da vereinzelt Buchen aus der Fl\u00e4che heraus, aber auch die sehen nach Einsch\u00e4tzung nicht nur der Jungranger nicht mehr ganz so gut aus \u2013 der Grund scheint ganz menschlich: der schattenliebende Laubbaum hat Sonnenbrand.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach diesen ersten, bitteren Eindr\u00fccken wurde doch schon bald die Kraft der Natur, wenn auch nur in kleinen Schritten, deutlich sp\u00fcrbar. Zwischen all dem Chaos spriest hier und da und dort das zarte Gr\u00fcn derjenigen Pionierpflanzen, die den gelichteten Standort nicht im aber nach dem Sturm erobern. Welche neue Pflanzen erkennt ihr, werden wir gefragt. Es sind v.a. die Eberesche und die Wei\u00dfbirke. Und im Schutze des Totholzschattens w\u00e4chst sogar eine umgest\u00fcrzte kleine Buche, mit ihrem Wurzelwerk noch etwas mit dem Boden verankert, wieder nach oben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In dem ganzen Durcheinander abgestorbener B\u00e4ume offenbart sich also &#8211; auch sichtbar &#8211; neues Leben. Doch ganz so tot, wie die umgest\u00fcrzten B\u00e4ume auf den schnellen Blick erscheinen, ist die Sturmwurffl\u00e4che nicht. Denn gerade das Totholz, egal ob stehend oder liegend, bietet zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen neuen und sch\u00fctzenswerten Lebensraum mit dem Pr\u00e4dikat: \u00d6kologisch wertvoll. Dass es hier auch Schlangen gibt haben uns die Nachwuchsranger in einem mitgebrachten Bildband gezeigt. Wie gut, dass Ringelnatter &amp; Co so scheu sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bald schon ging diese kurzweilige, weil hochinteressante F\u00fchrung dem Ende entgegen. Die beiden jungen Naturf\u00fchrer haben den Teilnehmern der Wanderung die Entwicklung einer sich selbst \u00fcberlassenen Sturmfl\u00e4che didaktisch sehr anschaulich vermittelt und dem Unge\u00fcbten auch die Augen f\u00fcr die Sch\u00fctzensw\u00fcrdigkeit der Natur ge\u00f6ffnet.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Stefan Kunner<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\">12. Mai 2013 Ein Novum beim Schwarzwaldverein Sasbach\/Obersasbach: Erstmals f\u00fchrten zwei Kinder eine naturkundliche Wanderung. 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