{"id":4697,"date":"2013-06-05T18:45:02","date_gmt":"2013-06-05T16:45:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/?p=4697"},"modified":"2017-05-08T12:00:05","modified_gmt":"2017-05-08T10:00:05","slug":"radtour-im-munsterland-vom-5-bis-9-juni-%e3%80%80","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/?p=4697","title":{"rendered":"Radtour im M\u00fcnsterland"},"content":{"rendered":"<h4 style=\"text-align: justify;\">5. bis 9. Juni 2013<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von der Sonne verw\u00f6hnt wurde die 29 k\u00f6pfige Radlerschar, die im M\u00fcnsterland unterwegs war. Haupts\u00e4chlich flache, asphaltierte Wege durch weite Felder, Wiesen und W\u00e4lder erfreute zudem die Radlertruppe &#8211; doch der Reihe nach:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fr\u00fchmorgens starteten wir mit dem Bus und fuhren \u00fcber Karlsruhe, Koblenz, K\u00f6ln, Leverkusen und Oberhausen nach Borken in Westfalen, wo wir sehr nett im Hotel Fliederbusch empfangen wurden; Verpflegung und Unterkunft lie\u00dfen keine W\u00fcnsche offen. Unser Radf\u00fchrer f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage stellte sich auch gleich vor: Walter Corsten, ein pensionierter Polizist. Er teilte unsere Gruppe in zwei H\u00e4lften und versorgte die &#8222;Leittiere&#8220; Rudi, Sepp B\u00fchler und Gaby mit leuchtenden Westen, die noch sehr n\u00fctzlich werden sollten ! Und froh, sich nach der langen Busfahrt bewegen zu k\u00f6nnen, brachen wir noch am Nachmittag zur ersten P\u00e4ttkestour auf &#8211; P\u00e4ttkes, so hei\u00dfen dort die gepflasterten Wirtschaftswege. Wir bewunderten unser 1. Wasserschlo\u00df, (Burg Gemen) und besuchten das Naturschutzgebiet Hombornquelle und den dort angesiedelten Forellenzuchtbetrieb. Chef Heini zeigte uns nicht nur die vielen Becken mit den unterschiedlich gro\u00dfen Fischen, sondern begr\u00fc\u00dfte uns gleich mit einem Gl\u00e4schen &#8222;Forellenblut&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am zweiten Tag stand dann der Besuch in der Fahrradstadt M\u00fcnster auf dem Programm. Mit dem Bus fuhren wir bis Havixbeck und drehten als erstes eine Runde durch den bl\u00fchenden Park rund um das Renaissance-Wasserschlo\u00df der ber\u00fchmten deutschen Dichterin Annette von Droste-H\u00fclshoff. Von dort ging es in flotter Fahrt ca. 20 km bis nach M\u00fcnster, wo wir von unz\u00e4hligen anderen Radlern fast \u00fcberrollt wurden. Da war man froh, die Gruppe an den vielen Ampeln nicht zu verlieren, denn die Leuchtwesten erwiesen sich nun als recht hilfreich. Gl\u00fccklich am Domplatz angelangt, lie\u00dfen wir die R\u00e4der stehen und hatten gen\u00fcgend Zeit, sich \u00fcber Mittag in der Innenstadt umzusehen: Lamberti- und \u00dcberwasserkirche sowie das historische Rathaus, wo nach dem 30 j\u00e4hrigen Krieg der westf\u00e4lische Frieden geschlossen wurde. Oder man bummelte \u00fcber den Prinzipalmarkt mit den vielen Arkaden und netten Gesch\u00e4ften. Ein Besuch im St. Paulus Dom mit einer etwas zu ausf\u00fchrlichen F\u00fchrung rundete den Besuch in M\u00fcnster ab &#8211; am Schlo\u00dfplatz erwartete uns der Bus und brachte uns zur\u00fcck nach Borken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die beiden n\u00e4chsten Tage wurde nun heftig geradelt &#8211; schlie\u00dflich hatten wir am Ende unserer Reise fast 200 km in den Beinen ! Walter f\u00fchrte uns in flottem Tempo zu den Wildpferden im Merfelder-Bruch in der N\u00e4he von D\u00fclmen. Von einem F\u00f6rster erfuhren wir, da\u00df die 400 Tiere das ganze Jahr v\u00f6llig sich selbst \u00fcberlassen im Freien auf einem riesigen Areal leben, und der Mensch wirklich nur wenig Einflu\u00df nimmt, z.B. bei der Geburtenkontrolle ( die Hengste werden separat gehalten, damit es nicht st\u00e4ndig Rivalenk\u00e4mpfe gibt) und in sehr kalten Wintern, wenn zugef\u00fcttert werden mu\u00df. Noch an Ort und Stelle st\u00e4rkten wir uns mit mitgebrachtem Picknick. Dann ging es weiter zu einem modernen Vorzeigebauernhof, wo uns nicht nur Kaffee und Kuchen, sondern auch selbstgebackenes Brot und schon wieder ein Schn\u00e4pschen angeboten wurde ! Bei dem anschlie\u00dfenden Rundgang lernten wir viel \u00fcber die Haltung von 200 Milchk\u00fchen und staunten \u00fcber die gro\u00dfen luftigen St\u00e4lle, wo die hochtr\u00e4chtigen K\u00fche einen eigenen Ruheraum haben. Die K\u00fche gehen selbst\u00e4ndig zum Melken und haben sogar eine Wellnessabteilung, wo sie sich b\u00fcrsten und s\u00e4ubern k\u00f6nnen. Was es nicht alles gibt ! Wir holten uns auch noch nasse F\u00fc\u00dfe und zwar im nahegelegenen Kneippbecken, einem Naturbrunnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am vierten Tag war\u00b4s dann mit dem beschaulichen Radeln vorbei; auch im M\u00fcnsterland gibt es n\u00e4mlich H\u00fcgel. Bis zum wundersch\u00f6nen Schlo\u00df Velen und bis Coesfeld, wo wir uns in einer Brauereigastst\u00e4tte das Mittagessen und nat\u00fcrlich das selbstgebraute Bier schmecken lie\u00dfen, ging es noch gem\u00fctlich zu, aber dann gestalteten sich die restlichen 15 Kilometer nach Billerbeck durch die sogenannten Baumberge ziemlich anstrengend. Aber dank E-Bikes oder strammer Muskelkraft schafften alle 29 Teilnehmer auch diese Route. Nach einem kurzen Bummel durch die nette Kleinstadt mit den h\u00fcbschen Klinkerh\u00e4usern wurden die R\u00e4der wieder verladen, und es ging zur\u00fcck zum Hotel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am letzten Tag starteten wir schon fr\u00fch noch zu einer weiteren Tour &#8211; Walter wollte uns gerne Schlo\u00df Raesfeld zeigen, und die 30 km haben sich wirklich gelohnt: es ist eines der imposantesten Wasserschl\u00f6sser in Westfalen mit einem weithin sichtbaren dreistufigen Turm, dem &#8222;Trompetenturm&#8220;, und umgeben von einem idyllischen Naturpark. P\u00fcnktlich waren wir zur\u00fcck am Hotel, die R\u00e4der wurden verladen und dann hie\u00df es Abschiednehmen von unseren freundlichen Gastgebern und Radf\u00fchrer Walter, dem wir zum Abschlu\u00df noch ein selbstgefertigtes Gedicht vortrugen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Gaby Kemper<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>5. bis 9. 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