{"id":6941,"date":"2014-06-01T00:20:49","date_gmt":"2014-05-31T22:20:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/?p=6941"},"modified":"2017-03-08T22:12:07","modified_gmt":"2017-03-08T21:12:07","slug":"ueber-den-herrenwieser-rundweg-zum-waldhuettenfest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/?p=6941","title":{"rendered":"\u00dcber den Herrenwieser Rundweg zum Waldh\u00fcttenfest"},"content":{"rendered":"<h4 style=\"text-align: justify;\">Sonntag, 1. Juni 2014<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erstmals besuchten wir das Waldh\u00fcttenfest des Schwarzwaldvereins Forbach in Herrenwies.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um 10 Uhr traf sich eine bunt gemischte Gruppe von 21 Personen am Wanderparkplatz beim Kurhaus Sand zur Wanderung \u00fcber den 13 km langen Herrenwieser Rundweg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bereits am Startpunkt der Wanderung war schnell klar, dass wir nicht die einzige Wandergruppe waren, die das Waldh\u00fcttenfest in Herrenwies besuchen wollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vom Kurhaus Sand erreichten wir nach gut 4 km Wegstrecke die <b>Badener H\u00f6he<\/b>, den mit 1002 m \u00fc. NN h\u00f6chsten Punkt der Gemarkung Baden-Baden. Wem das noch nicht hoch genug war, der nahm noch die paar Treppenstufen auf den 1890\/1891 erbauten, ca. 30 m hohen <b>Friedrichsturm<\/b> des Schwarzwaldvereins Baden-Baden. Bei angenehmen Temperaturen, weil wenig Wind, haben wir uns eine kleine Rast geg\u00f6nnt, um den ersten Durst und die ersten Hungergef\u00fchle zu stillen. Die angew\u00e4rmten Sitzgelegenheiten haben wir kollegial der Wandergruppe des Schwarzwaldvereins Baden-Baden \u00fcbergeben, die wir bereits kurz nach dem Start der Wanderung \u00fcberholt hatten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit frisch geschn\u00fcrten Wanderschuhen ging es weiter \u00fcber den <b>Seekopf<\/b> bis zur Gedenkst\u00e4tte f\u00fcr Philipp Bussemer aus Baden-Baden, der neben Julius Kaufmann aus Lahr als Begr\u00fcnder des Westweges gilt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Der ca. 285 km lange <b>Westweg<\/b> von Pforzheim nach Basel wurde im Jahr 1900 als erster Fernwanderweg in Deutschland angelegt und wird seither vom Schwarzwaldverein gepflegt. Das bekannte Wegzeichen ist eine rote Raute auf wei\u00dfem Grund. Der Westweg ist seit 2006 als Pr\u00e4dikatswanderweg mit dem\u00a0 G\u00fctesiegel \u201eQualit\u00e4tsweg Wanderbares Deutschland\u201c ausgezeichnet.<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein schmaler, steiniger Abstieg f\u00fchrte uns im Weiteren steil nach unten bis zum Aussichtspunkt \u201eZweisen Blick\u201c. Leider waren heute keine Zweisen zu sehen \u2013 wahrscheinlich waren sie ausgeflogen. Daf\u00fcr waren aber zwei Seen zu sehen: der kleinere Herrenwieser See, steil zu unseren \u201eF\u00fc\u00dfen\u201c und der gr\u00f6\u00dfere Stausee der \u201eSchwarzenbach-Talsperre\u201c im Hintergund. Vom \u201eZweiseenblick\u201c &#8211; wie dieser sch\u00f6ne Aussichtspunkt tats\u00e4chlich hei\u00dft &#8211; erreichten wir auf einem Zick-Zack-Kurs bald den bereits erw\u00e4hnten <b>Herrenwieser See <\/b>(830 m \u00fcNN).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Der ca. 18.000 m\u00b2 gro\u00dfe und 9 m tiefe See entstand vor ca. 60.000 bis 120.000 Jahren w\u00e4hrend der letzten Eiszeit. Ein Gletscher an der Nordostseite des Seekopfes hatte durch Erosion eine sch\u00fcsself\u00f6rmige Hohlform aus der Bergflanke herausgearbeitet, ein sogenanntes \u201eKar\u201c. Die 170 m hohe Steilwand zum Seekopf gilt als die h\u00f6chste Karwand im Nordschwarzwald. Durch Regen- und Quellwasser gespeist entwickelte sich aus der Mulde sukzessive ein See, an dessen Ufer sich eine Vegetation aus Moorpflanzen entwickelte. In einem Zeitraum von vielen tausenden Jahren bildete sich aus abgestorbenen Pflanzenresten eine dicke Torfschicht, die heute den See als Schwingraseng\u00fcrtel umgibt.<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Inzwischen war es schon kurz nach Mittag. Vom Hunger und vom Durst angetrieben erreichten wir, in schnellen Schritten am See vorbei gegen 13 Uhr das kulinarische Wanderziel des heutigen Tages, das <b>Waldh\u00fcttenfest <\/b>des Schwarzwaldvereins Forbach, wo uns die erste Vorsitzende Christel Keller herzlich begr\u00fc\u00dfte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Fest war bereits sehr gut besucht, so dass sich unsere Wandergruppe \u00fcber mehrere Tische verstreut zum Mittagessen verteilte. Bei Linsen mit Sp\u00e4tzle, Kartoffelsalat und Wurst schmeckte das frisch gezapfte Bier besonders gut. Und hinten drauf noch einen Kaffee und zahllos viele Kuchen zur Auswahl, einer leckerer als der andere. Ein Hurra den Festorganisatoren und den zahlreichen Festhelfern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Frisch gest\u00e4rkt brachen wir schlie\u00dflich auf zum Schlussviertel der heutigen Wanderung zur\u00fcck zum Kurhaus Sand. Vorbei an den vor uns fliehenden Rindern am Tiergehege beim Gasthaus Waldesruh erreichten wir am \u201e<b>Sandsee<\/b>\u201c den kulturell absoluten H\u00f6hepunkt einer kurzweiligen Wanderung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber was schwimmt da nur auf dem See? Es ist rot? Aus gr\u00f6\u00dferer Entfernung schienen es Bojen zu sein. Etwas n\u00e4her waren es dann Ochsenfr\u00f6sche (ok, mit Bluthochdruck), noch n\u00e4her waren es Luftballons und direkt am See angekommen waren es Bollenh\u00fcte. Doch was machen diese Bollenh\u00fcte da inmitten im See? Sehr mysteri\u00f6s. Eine kleine Infotafel am Seeufer l\u00f6st das R\u00e4tsel um die roten Farbtupfer inmitten des Sees schlie\u00dflich auf. Es war fast schon abzusehen, es handelt sich n\u00e4mlich um Kunst:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Sieben \u201eSchwimmende Rosenh\u00fcte\u201c, die an zw\u00f6lf (!) Seeweiblein erinnerten, die einst im Herrenwieser See gelebt hatten. \u201eNachts halfen sie den braven B\u00fcrgern beim Waschen, Saubermachen, Backen und im Weinberg. An Festtagen kamen sie zum Tanzen nach Forbach, dabei trugen sie Strohh\u00fcte mit roten Rosen\u201c.<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zw\u00f6lf kleine Rosenh\u00fcte schwammen auf dem See, doch f\u00fcnf der H\u00fcte nahm der Wind auf nimmer Wiedersehen. \u2026 und wenn sie nicht vom Winde fortgetrieben, dann schwimmen auch noch morgen die verblieb\u2018nen Sieben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kurz kurz nach 15 Uhr erreichten wir wieder den Wanderparkplatz am Sand, von wo aus sich die Wanderer wieder in alle Richtungen nach Hause verstreuten.<\/p>\n<p align=\"right\"><i>Stefan Kunner<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"right\">[sgpx gpx=&#8220;\/wp-content\/uploads\/gpx\/Herrenwies-Rundweg_140601.gpx&#8220;]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\">Sonntag, 1. Juni 2014 Erstmals besuchten wir das Waldh\u00fcttenfest des Schwarzwaldvereins Forbach in Herrenwies. 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