{"id":7975,"date":"2014-10-05T06:02:57","date_gmt":"2014-10-05T04:02:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/?p=7975"},"modified":"2017-03-08T22:11:16","modified_gmt":"2017-03-08T21:11:16","slug":"wanderung-in-haigerloch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/?p=7975","title":{"rendered":"Wanderung in Haigerloch"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>5. Oktober 2014<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 05.10. trafen sich um 8.30 Uhr 17 Wanderfreudige (davon 4 G\u00e4ste) zur Abfahrt nach Haigerloch. Nachdem die Mitfahrer und die Anfahrtspl\u00e4ne auf vier Autos verteilt waren, ging die 1 \u00bd st\u00fcndige Fahrt los. \u00dcber Freudenstadt, Schopfloch, durch\u00b4s Die\u00dfener Tal\u2026\u2026\u00a0 bis nach Haigerloch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zun\u00e4chst f\u00fchrte uns der Weg (und die Treppen\u2026) vorbei an der vollst\u00e4ndig einger\u00fcsteten Schlosskirche, weiter zum Haigerlocher Schloss, in dem heute ein Restaurant und ein Kultur- und Kongresszentrum untergebracht sind. Von der Schlossmauer aus, konnten wir einen <b>ersten<\/b> Blick auf das Haigerlocher Stadtbild werfen. Direkt vom Schlosshof aus, f\u00fchrte uns Bruno \u00a0in den Wald. Auf schmalen Waldwegen erreichten wir den Aussichtsfelsen \u201eKapf\u201c, der von weitem betrachtet die Form eines Sektkorkens hat. Dort warfen wir dann einen <b>zweiten <\/b>Blick\u2026 Weiter gingen wir auf sich schl\u00e4ngelnden Pfaden durch den herbstlichen Wald, um schlie\u00dflich die Eyach \u00fcber einen schmalen Steg zu \u00fcberqueren. \u00a0Dieser machte einen etwas maroden Eindruck und so wurden auch schon die ersten Witze \u00fcber die Schw\u00e4bische Sparsamkeit gerissenJ.\u00a0 Als n\u00e4chstes kamen wir ins Haagviertel zum J\u00fcdischen Friedhof. \u00a0Auf dem Friedhof, mussten einige wissensdurstige Wanderer selber ihre Bildungsl\u00fccken schlie\u00dfen und googelten kurzerhand warum auf vielen j\u00fcdischen Grabsteinen kleine Steine abgelegt waren: Fr\u00fcher konnten die Israeliten in der W\u00fcste nat\u00fcrlich keine Steinplatten auf die Gr\u00e4ber ihrer Verstorbenen legen,\u00a0 um diese vor wilden Tieren zu sch\u00fctzen, also bestatteten sie ihre Toten in der Erde und kennzeichneten das Grab mit einem kleinen Steinhaufen. Davon \u00fcbrig blieb der Brauch einen Stein auf den Grabstein zu legen als \u201eGru\u00df\u201c an den Verstorbenen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">13 interessierte Wanderer besuchten noch das J\u00fcdische Museum, w\u00e4hrend die anderen faul die Sonne genossen. Um 12 Uhr \u00fcbernahm Bruno wieder die f\u00fchrerlose Truppe, um sie auf sicheren Pfaden und steilen Treppen zum R\u00f6merturm zu f\u00fchren.\u00a0 Dieser Turm wurde nicht, wie der Name vermuten lie\u00dfe,\u00a0 etwa\u00a0 von den R\u00f6mern erbaut, sondern erst um 1150. Seinen Namen tr\u00e4gt er, weil es sich um ein romanisches Bauwerk handelt. Nat\u00fcrlich bestiegen fast alle mehr oder weniger Schwindelfreien den Turm um einen <b>dritte<\/b><strong>n<\/strong> Blick auf die Haigerlocher Altstadt werfen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Mittagessen in der \u201eKrone\u201c war wie erhofft sehr lecker und da wir erst ab 15.30 Uhr im Atomkellermuseum erwartet wurden, g\u00f6nnten wir uns ein langes, gem\u00fctliches Mittagessen mit anschlie\u00dfendem Kaffee und Verdauungsschnaps.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon wenige Minuten nach dem Weitermarsch gelangten wir an den Aussichtspunkt Zollerblick, von wo aus wir tats\u00e4chlich die Burg Hohenzollern erblicken konnten.\u00a0 Nach\u00a0 25 Minuten \u00fcber Felder, Industriegebiet und Trampelpfad\u00a0 standen wir bereits\u00a0 in der Unterstadt beim Atomkellermuseum.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor dem Museum gab Bruno uns einen guten Einblick in den damaligen Stand der Atomforschung: Von Ende 1944 bis April 1945 war eine Forschungsgruppe des Kaiser-Wilhelm-Instituts f\u00fcr Physik (Berlin) in Haigerloch untergebracht, um in einem ehemaligen Bierkeller unterhalb der Stadtkirche und des Schlosses weiter an der Entwicklung eines Kernreaktors zu arbeiten. Als schlie\u00dflich im April 1945 die Amerikaner nach Haigerloch kamen, wollten diese den gesamten Gew\u00f6lbekeller sprengen. Diese Sprengung konnte jedoch durch den damaligen Stadtpfarrer verhindert werden, der die zust\u00e4ndigen US-Offiziere f\u00fcr die \u00fcber dem Keller stehende barocke Stadtkirche begeistern konnte. Heute findet man in diesem geschichtstr\u00e4chtigen H\u00f6hlenkeller eine Zusammenfassung der Atomforschung von Otto Hahn bis heute: Unter anderem einen Nachbau des Experimentiertisches von Otto Hahn, eine Rekonstruktion des Forschungsreaktors, einen original Uran-W\u00fcrfel, Schautafeln und Modelle.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach diesem informativen Ausflug in die Geschichte der Atomforschung bedankte sich Bruno M\u00fcller bei allen geschichtsinteressierten Wanderern und Stefan Kunner bedankte sich im Namen aller bei Bruno f\u00fcr die zwar kurze (ca. 10km), aber sehr kurzweilige Wanderung.<\/p>\n<p align=\"right\"><i>Sibylle P\u00e4tzold-M\u00fcller<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\">5. Oktober 2014 Am 05.10. trafen sich um 8.30 Uhr 17 Wanderfreudige (davon 4 G\u00e4ste) zur Abfahrt nach Haigerloch. 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