{"id":8542,"date":"2015-02-08T08:17:10","date_gmt":"2015-02-08T07:17:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/?p=8542"},"modified":"2017-03-08T22:10:53","modified_gmt":"2017-03-08T21:10:53","slug":"skilanglauftour-im-suedschwarzwald","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/?p=8542","title":{"rendered":"Skilanglauftour im S\u00fcdschwarzwald"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Sonntag, 8. Februar 2015<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sonntagmorgen, halb acht in Sasbach. Die Stra\u00dfen leer, die Temperaturen am Nullpunkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gewohnt p\u00fcnktlich fuhren wir los, lagen doch schlie\u00dflich gut 110 km Fahrstrecke vor uns. Die Autobahn war frei. Ab Freiburg wurde es auf der Stra\u00dfe aber so richtig winterlich. Die Fahrt vorbei am Steinwasenpark bis hoch zur Passh\u00f6he am Notschrei war recht rutschig. Dennoch haben wir p\u00fcnktlich um 9 Uhr den Parkplatz am Langlaufzentrum Notschrei erreicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine knackige Tour erwartete uns heute: F\u00fcnf Grad unter Null, 29 Streckenkilometer und 900 H\u00f6henmeter Aufstieg und Abfahrt auf einer Rundstrecke \u00fcber das Wiedener Eck bis zum Loipenhaus Hohtann und wieder zur\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Drei Frauen und drei M\u00e4nner starteten irgendwann nach 9 Uhr zur traditionellen Skilanglauftour unter der F\u00fchrung von Martin Baumann. Besonders erfreut waren wir \u00fcber unsere beiden Gastteilnehmerinnen aus Obersasbach und Sasbach am Kaiserstuhl. Der Vollst\u00e4ndigkeit halber sei auch erw\u00e4hnt, dass unsere Gaby das Frauentrio vervollst\u00e4ndigte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei optimalen Loipenbedingungen in einer tief verschneiten Winterlandschaft starteten wir auf der <strong>Schauinslandspur<\/strong> bzw. dem <strong>Skifernwanderweg Schonach-Belchen<\/strong>. Am Vortag fand hier noch der legend\u00e4re 100 km-Rucksacklauf statt. Da wollten wir uns nat\u00fcrlich nicht lumpen lassen und gleichziehen, zumindest was das Tragen eines Rucksacks anbelangt. Doch unterwegs, oh Schreck oh Bohnert, musste Albert feststellen, dass er \u2013 vor lauter Telefoniererei &#8211; seinen Rucksack am Notschrei hatte stehen lassen. Und nun? \u201eSchl\u00fcssel und Geldbeutel habe ich im Sack stecken. Wir laufen weiter!\u201c Ok. Gesagt getan!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei Kilometer 5,8 nahmen wir den Abzweig hinunter zum Wiedener Eck. Die Abfahrt war breit ausgewalzt, so dass wir es richtig sausen lassen konnten. Hui war das toll, dachten die meisten. Am Hotel angekommen ging\u2019s gleich in den Gegenanstieg zum nahegelegenen Skilift. \u201eWelch\u2018 steiler Hang\u201c dachten wir, und liefen, in der Zufriedenheit dort nicht herunterfahren zu m\u00fcssen, an der Ostseite des \u201eHohtannen\u201c immer weiter der Loipe entlang. Ganz so, wie sich das als Langl\u00e4ufer eben geh\u00f6rt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bald erreichten wir das Loipenhaus Hohtann, den Wendepunkt der heutigen Tour. Die gro\u00dfe Frage hier war, wie es denn nun weiter geht. Wir nutzten die Pause, um den kleinen Hunger zwischendurch zu stillen. Wohl dem, der einen Rucksack dabei hat. Und Wohl denen, die sogar ein zweites Vesper oder auch kannenweise mehr oder weniger gut schmeckenden Tee mit sich herumschleppen, und dies alles dann auch noch selbstlos teilen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch wie geht es nun weiter, Martin? Die Abfahrt zum nahegelegenen Zielort des legend\u00e4ren Skifernwanderweges in Untermulden wollten wir uns schenken. \u201eWir fahren zur Krinn und von dort aus dann auf dem Westweg zur\u00fcck zum Wiedener Eck\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gesagt, getan.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von wegen!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dem Rat von zwei Langl\u00e4ufern folgend, sind wir in die <strong>Kostloipe<\/strong> \u2013 \u201ein die Richtung da\u201c &#8211; eingestiegen, um bis zur Abzweigung zur \u201eKrinn\u201c zu laufen. Nach einem knappen Kilometer war von der Abzweigung aber noch nichts zu sehen und wir begannen uns auch \u00fcber die vielen Geisterfahrer zu wundern. Im S\u00fcdschwarzwald gibt es auf den Loipen n\u00e4mlich eine vorgegebene Laufrichtung, was mittlerweile auch bei uns im Nordschwarzwald Einzug erh\u00e4lt. Nach einer kurzen R\u00fcckfrage bei einem Ortskundigen, der uns da entgegenkam, war uns dann klar, dass es hier nicht zum Wiedener Eck geht und dass dann doch nicht so viele Geisterfahrer auf dieser uns v\u00f6llig unbekannten, aber sehr sch\u00f6n zu laufenden Strecke unterwegs sind. Kurzerhand sind wir umgekehrt und \u2013 ganz ohne Geisterfahrer &#8211; wieder zum Loipenhaus zur\u00fcck gelaufen. Dort angekommen nahmen wir dann den korrekten Einstieg in die <strong>Kostloipe<\/strong> bis zur Bergstation vom Skihang am Wiedener Eck.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">H\u00e4? Bergstation? Skihang? Das wir doch nicht \u2026.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch! Es wird\u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcnf, unerschrocken vor allem was da kommen mag, und einer, der da halt irgendwie mit runter musste, mischten sich unter die startbereiten Skifahrer. \u201eDas wird dort unten aber ganz sch\u00f6n steil\u201c so ein gut gemeinter Zuruf eines Skifahrers zu den Sechsen auf ihren d\u00fcnnen, kantenlosen Brettchen.<\/p>\n<p>&#8211; Zensiert \u2013 zensiert \u2013 zensiert &#8211;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unten angekommen \ud83d\ude42 mussten wir uns sputen, um noch vor der nahenden Herde Schneeschuhwanderer die letzten Meter bis zur verdienten Mittagseinkehr am Wiedener Eck zu absolvieren. Die vis-a-vis vom Hotel gelegene Westwegpforte \u201eWiedener Eck\u201c bot uns eine passende Kulisse f\u00fcr das obligatorische Gruppenfoto. \u00dcbrigens. An diese Stelle werden wir, dann aber ohne Skier, im Rahmen unserer im letzten Jahr gestarteten Westwegbegehung so gegen 2018 wieder zur\u00fcckkehren (Endpunkt Etappe 10\/Startpunkt Etappe 11 des Westweges-Variante 1).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durst und Hunger waren im Wiedener Eck sehr wohlschmeckend bald gestillt. Die f\u00fcnf, die bisher geschwitzt hatten, holten ihre getrockneten Klamotten aus dem Heizungsraum. Dann hie\u00df es den inneren Schweinehund zu \u00fcberwinden und wieder raus in die K\u00e4lte zu gehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Erinnerung an verschiedene Touren vergangener Jahre liefen wir westlich des \u201eNollen\u201c auf einem nicht gespurten, teils rutschigen Pfad oder auch im tiefen Schnee mit breiten \u201eV\u201c wieder hoch zur <strong>Schauinslandloipe<\/strong>. Uff, st\u00f6hn. Aber heute haben wir auch alles auf dem Programm, sogar das Skifliegen, wenn auch nur auf das eine oder andere Hinterteil.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Noch 11 km bis zum Notschrei zeigte, oben an der Loipe angekommen, die Beschilderung an. \u201eUnd jetzt geht es ja nur noch bergab\u201c, so ein Zwischenruf aus der Gruppe. \u201eTendenziell ja\u201c, f\u00fcgte Wanderf\u00fchrer Martin schmunzelnd hinzu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf welligem Profil um viele Ecken (Rispiseck, Mitteleck, Langeck) und um andere H\u00f6hen herum (G\u00e4tterle, Franzosenberg, K\u00f6pfle) erreichten wir, mehr und weniger ausgepowert, auf einem sehr sch\u00f6nen und abwechslungsreichen Schlussdrittel wieder den Startpunkt am Notschrei. Alle waren zufrieden und gl\u00fccklich und dankten Martin f\u00fcr die tolle F\u00fchrung einer sehr abwechslungsreichen, aber auch anstrengenden Tour.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Albert eilte schnell zu seinem Rucksack, der fast 7 Stunden sp\u00e4ter &#8211; v\u00f6llig unber\u00fchrt und tiefenentspannt &#8211; noch an gleicher Stelle auf ihn wartete. Gl\u00fcck gehabt!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach einem kurzen Pr\u00f6sterchen l\u00f6sten wir uns schlie\u00dflich auf und fuhren wieder zur\u00fcck nach Sasbach: Einmal nach Sasbach \u201eam Kaiserstuhl\u201c und Zweimal nach Sasbach \u201ebei Achern\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und angespornt vom heutigen Tag schmiedete Martin gleich Pl\u00e4ne in den n\u00e4chsten Tagen, so die Witterung mitspielt, au\u00dferplanm\u00e4\u00dfig nochmals eine Skilanglauftour zu machen. Wahrscheinlich vom Freiersberg (Bad Peterstal) zum Harkhof (Oberharmersbach), so die erste spontane Idee. Der Vorschlag wurde wohlwollend aufgenommen. Dann hoffen wir mal, dass uns dieser fantastische Winter zumindest in den H\u00f6henlagen noch eine Zeit lang erhalten bleibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erstaunlich fr\u00fch, gegen halbsechs, waren wir noch bei Tageslicht wieder zuhause.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Stefan Kunner<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[sgpx gpx=&#8220;\/wp-content\/uploads\/gpx\/15028_Notschrei_Wiedener_Eck_Hohtann_Notschrei.gpx&#8220;]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\">Sonntag, 8. Februar 2015 Sonntagmorgen, halb acht in Sasbach. Die Stra\u00dfen leer, die Temperaturen am Nullpunkt. 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