{"id":9318,"date":"2015-08-24T19:33:45","date_gmt":"2015-08-24T17:33:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/?p=9318"},"modified":"2017-05-08T12:00:05","modified_gmt":"2017-05-08T10:00:05","slug":"spreewaldradtour","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schwarzwaldverein-sasbach.de\/?p=9318","title":{"rendered":"Radtour Spreewald"},"content":{"rendered":"<p><strong> 24. bis 29. August 2015<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Montag, den 24. August, machten sich 28 Radler, die R\u00e4der im H\u00e4nger wohl verladen, mit dem Bus auf die lange Fahrt nach Cottbus in Brandenburg. \u00dcber Heilbronn, N\u00fcrnberg, Hof, vorbei an Dresden erreichten wir nach gut 1ost\u00fcndiger Fahrt unser \u201eSpreewaldhotel\u201c im Norden von Cottbus, sehr idyllisch und ruhig gelegen. Dort erwartete uns schon unser Radf\u00fchrer Thomas, der uns nicht nur die kommenden Radtouren, sondern auch gleich die ersten Kostproben der Spreewaldk\u00fcche, Lein\u00f6l und die unvermeidlichen Gurken, vorstellte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bis am n\u00e4chsten Morgen die R\u00e4der ausgeladen und sich jeder auf seinem Drahtesel eingerichtet hatte, hatte sich auch der leichte Regen verzogen. In der Formation \u201e vorne Thomas, in der Mitte Rudi, am Schlu\u00df Gaby\u201c zogen wir los ins Zentrum von Cottbus, der zweitgr\u00f6\u00dften Stadt, hinter der Hauptstadt Potsdam, von Brandenburg und seit neuestem auch stolze Universit\u00e4tsstadt. Viel ist dort in den letzten Jahren saniert, restauriert und neugebaut worden \u2013 vor allem aber besticht Cottbus durch seine vielen, sehr gepflegten Gr\u00fcnanlagen. Allen voran das Meisterwerk deutscher Gartenkunst: der Branitzer Park, im S\u00fcden von Cottbus gelegen. Hier gestaltete Hermann F\u00fcrst von P\u00fcckler-Muskau in der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts einen wundervollen Landschaftsgarten, inspiriert durch seine zahlreichen Auslandsreisen. H\u00f6hepunkt sind die einzigartigen Pyramiden \u2013 unter einer von ihnen fand er denn auch zusammen mit seiner Frau seine letzte Ruhest\u00e4tte. Thomas schilderte uns das Leben und Treiben dieses genialen Gartenk\u00fcnstlers, Reiseschriftstellers und geistreichen Gesellschafters so anschaulich, als habe er ihn pers\u00f6nlich gekannt. Die n\u00e4chste Etappe f\u00fchrte uns zur\u00fcck in die Gegenwart: nach Erklimmen von 170 Treppenstufen konnten wir uns einen \u00dcberblick \u00fcber den kommenden Landschaftswandel in der Lausitz verschaffen: nach dem Ende des Braunkohlebergbaus wird dort Europas gr\u00f6\u00dfte k\u00fcnstliche Seenplatte entstehen ! Mit einem weiteren Superlativ wartete Thomas dann in Peitz auf, n\u00e4mlich mit dem gr\u00f6\u00dften zusammenh\u00e4ngenden Teichgebiet Deutschlands \u2013 was es nicht alles gibt ! Nach 53 km war damit unsere erste, sehr informative Fahrt rund um Cottbus beendet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am zweiten Tag radelten wir hinein in den eigentlichen Spreewald, nach Burg. Erste Station war aber zuvor das Storchendorf Dissen mit seinem Heimatmuseum. St\u00f6rche gab\u00b4s allerdings nicht zu sehen, die waren laut Aussage bereits auf dem Weg nach S\u00fcden. Daf\u00fcr erfuhren wir so manches \u00fcber das Leben der sorbisch\/wendischen Bauern, \u00fcber ihre Br\u00e4uche, Feste und Trachten. Die Sorben sind eine in Deutschland anerkannte Minderheit mit eigener Sprache \u2013 so sind z.B. alle amtlichen Schilder wie Ortsnamen oder Stra\u00dfen zweisprachig ausgewiesen ! In Burg wurde es dann gem\u00fctlich: wir bestiegen alle zusammen einen Kahn (in der ersten Reihe unsere beiden Busfahrer Ingid Kern und Michael K\u00f6ninger sowie Bushund Bruni) und lie\u00dfen uns zwei Stunden \u00fcber die vielverzweigten Spreekan\u00e4le staken. Doch unser junger \u201eK\u00e4ptn\u201c behielt die \u00dcbersicht und Muskelkraft und brachte uns heil wieder an Land. Unterwegs kredenzte er uns als neueste Gurkenvariante ein Gurkenbier \u2013 um es freundlich auszudr\u00fccken: sehr ungew\u00f6hnlich im Abgang !! Da st\u00e4rkten wir uns anschlie\u00dfend lieber mit Kaffee und selbstgebackenem Kuchen f\u00fcr die Heimfahrt ins Hotel, der Tacho zeigte 45 km.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Donnerstag stand die l\u00e4ngste Strecke (63 km) auf dem Programm mit der Fahrt rund um den Spremberger Stausee. Es wurde ein wunderbarer Tag mit viel Sonne, herrlicher Natur, die oft an die L\u00fcneburger Heide erinnerte, und breiten, oftmals asphaltierten Radwegen. Zur Mittagspause fanden nur drei Badenixen den Weg ins k\u00fchle Nass der Talsperre, alle anderen zogen einen genu\u00dfreichen Hock in der nahegelegenen Gastst\u00e4tte vor ! Kein Kommentar !!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Zeit verging viel zu schnell \u2013 schon war der letzte Radeltag da und zeigte uns den Spreeradweg so, wie ich ihn mir insgeheim vorgestellt hatte: zwischen L\u00fcbbenau und L\u00fcbben radelt man km lang auf schmalen Waldwegen \u00fcber x Holzbr\u00fccken (zum ersten Mal auf dieser Tour gab\u00b4s Steigungen !) entlang der vielen Spreekan\u00e4le \u2013 eine herrliche Strecke, vor allem, wenn niemand entgegenkommt und man so ganz f\u00fcr sich sein kann, vorausgesetzt man h\u00e4lt gen\u00fcgend Abstand zum Vordermann ! Im Lagunendorf Lehde besichtigten wir noch das Freilandmuseum, ehe Rudi uns zur l\u00e4ngst f\u00e4lligen Gurkenprobe vor der Mittagspause in L\u00fcbbenau einlud. Es gibt n\u00e4mlich nicht nur die landl\u00e4ufig bekannte Gew\u00fcrz- oder Salzgurke aus dem Spreewald, weit gefehlt, wir probierten au\u00dferdem Chili-, Honig-, Knoblauch-, Senf- oder Meerrettichgurken. Sehr beliebt als Mitbringsel ist \u00fcbrigens auch die einzelne Gurke in der Dose ! Zum guten Gl\u00fcck konnten wir die erworbenen Souvenirs schon bald im Bus verstauen, denn in L\u00fcbben endete mit der Verladung unsere diesj\u00e4hrige Radtour mit insgesamt 215 km im Sattel. Die Fahrt im Bus zur\u00fcck zum Hotel bot die Gelegenheit f\u00fcr Gaby und Rudi, sich im Namen der Gruppe bei Thomas f\u00fcr seine kompetente Betreuung und die interessanten Informationen zu bedanken. Gerne w\u00e4ren wir noch l\u00e4nger geblieben und falls wir nicht selber wiederkommen, so unser Versprechen, so k\u00f6nnen wir doch den Spreewald und die Lausitz guten Gewissens als ideales Radelgebiet weiterempfehlen !<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Gaby Kemper<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\">24. bis 29. August 2015 Am Montag, den 24. 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