Schwarzaldverein im Markgräflerland

4. Juli 2010

So schön kann ein Wandertag sein: Erst eine Busfahrt ins Markgräflerland, dann ein mehrstündiges Wandern und schließlich noch ein krönender Abschluß mit Vesper und Weinprobe. So geschehen am vergangenen Sonntag beim Schwarzwaldverein Sasbach, einmal mehr unter der umsichtigen Führung des Vorsitzenden Albert Bohnert, dem es an tollen Ideen nie mangelt. Im Markgräflerland angekommen, brachte der Bus die etwa 30köpfige Wandergruppe erst einmal „hoch hinaus“: auf dem über eintausend Meter hoch gelegenen Wanderparkplatz Kreuzweg wurde das Gefährt verlassen: zunächst führt Albert Bohnert seine Begleiter noch ein weiteres Stück des Weges bergan, schließlich entlang des Westrandes des Südschwarzwaldes, der den Wanderern aus dieser Höhe einmalige Ausblicke in alle Himmelsrichtungen erlaubt. Vorbei an der Wanderstation „Kälbelescheuer“ ging es schließlich talabwärts: unterwegs lud ein luftiger Holzplatz zur Rast ein, fast alle hatten ihr Vesper mit im Rucksackgepäck. Daß man sich unterwegs auf recht geschichtsträchtigem Boden befand, wurde spätestens bei der Ruine Neuenfels deutlich, die nach ihrer Erbauung etwa zwei Jahrhunderte lang den Adligen von Neuenfels als Stammsitz diente. Obwohl die Burg schon ab 1540 nicht mehr bewohnt war, läßt die Ruine erahnen, daß sich die hier herrschenden Burg- oder Landvögte einen prächtigen Herrensitz geschaffen hatten, um den sich noch heute manche Sage und Geschichte ranken.
Nicht nur einen herrlichen Weitblick ins Rheintal konnte die Wandergruppe genießen, man wurde auch durch dunkle Wolken am Horizont gewarnt, daß der Tag nicht ohne Gewitter enden würde. Unterwegs fanden die sich die beiden Wandergruppen, die sich auf dem Weg zu einer größeren und einer etwas kürzeren Wanderstrecken getrennt hatten, wieder zusammen, gemeinsam wurde man ob des schnell aufziehenden Gewitters zu einer „Zwangspause“ verdonnert. Als sich die Wolken wieder lichteten, wurde das letzte Teilstück des abwechslungsreichen Wandertags angegangen, das weiter talabwärts im ehemaligen Winzerdörfchen Zunzingen endete: in der Weinschänke des Schneider’schen Weingutes wurde nicht nur eingekehrt, dort ließ man sich regelrecht verwöhnen. Dieser Gutshofbesuch kam nicht von ungefährt, sondern kam durch den Bruder des Vereinschefs Albert Bohnert zustande, der hier als Kellermeister tätig ist. Man ließ sich vor Ort eine Kellerführung nicht nehmen, ehe die Gastgeber zu einem kulinarisch einmaligen Vesperbuffet einluden, das durch eine fachkundige Weinprobe mit einigen verschiedenen Sorten bereichert wurde. Daß dabei die Zeit bis zur Rückfahrt ins Lenderdorf fast wie im Flug verging, versteht sich von selbst, ein Lob galt den Bohnert-Brüdern, die sich um den Höhepunkt des Wandertages so verdient gemacht hatten.