Der Schwarzwaldverein, Ortsgruppe Sasbach-Obersasbach, unternahm im April eine Wanderung auf dem Schnakenpfad bei Meißenheim. Treffpunkt war der Reit-, Renn- und Fahrverein in Meißenheim. Die Wanderführerinnen Andrea und Angelika begrüßten die 31 Teilnehmer, darunter 8 Gäste.
Zu Beginn wurde eine kleine Challenge gestellt: Wer entdeckt zuerst den Rapunzelturm? Motiviert machte sich die Gruppe auf den Weg. Am Landfrauenplatz wurde innegehalten und Anni gedacht. Weiter führte die Strecke entlang der Geburtsbäume von Meißenheim und Kürzell.
Nach kurzen Einstiegsproblemen erreichte die Gruppe den Schnakenpfad, der 2004 von einer Agendagruppe und dem Heimatverein gegründet wurde. Eine kleine „Schnake“ dient hier als Wegweiser durch die naturnahe Landschaft.
Die Wanderung führte über die Gänsweidbrücke und weiter über den Elzpfad entlang des Altrheins bis zur Furt und über das Rollwässerle. Historisch bedeutsam ist der „Pfahl“, der bis ins 19. Jahrhundert ein wichtiger Umschlagplatz und eine Anlegestelle am Rhein war. Von dort aus reisten Menschen in Richtung Straßburg, um Waren zu verkaufen oder auszuwandern.
Bei strahlendem Sonnenschein wurde an der Schollenhütte Rast gemacht. Gut gestärkt ging es weiter zum Kieswerk RMKS (erbaut 1964), das über eine Goldwaschanlage verfügt.
Ein weiterer Höhepunkt war der „Münsterblick“ mit Sicht auf das Straßburger Münster. Entlang des Rheins führte der Weg weiter – zwar ohne Schiffsverkehr, dafür mit Schwänen und Enten.
Für einen besonderen Moment sorgte Angelika mit einem neu angebrachten Schild „Durchgang nur für den Schwarzwaldverein Sasbach-Obersasbach“, das für Schmunzeln in der Gruppe sorgte.
Die Wanderung führte durch beeindruckende Baumlandschaften mit sogenannten Habitatbäumen, die im Rahmen von Forstwirtschaft und Naturschutz gezielt erhalten werden, um die Artenvielfalt zu fördern.
Schließlich wurde auch die eingangs gestellte Aufgabe gelöst: Rosi entdeckte als schnellste „Guggerin“ den Rapunzelturm und wurde dafür mit einer Urkunde, einer Medaille sowie einem „gut’s Tröpfle“ belohnt. Die Gruppe stieß daraufhin gemeinsam mit einem Schnäpsle an. Einige Teilnehmer bestiegen noch den Turm und lasen die zahlreichen Sprüche im Inneren.
Nach rund 15 Kilometern und nahezu ohne Höhenmeter kehrte die Gruppe zum Ausgangspunkt zurück. Der Abschluss fand in einer Gaststätte in Neuried statt.
Alle Teilnehmer waren froh, wohlbehalten angekommen zu sein – und den Schnaken erfolgreich entkommen zu sein.
Andrea Höfling
