Heimatpflege

Kultur- und Heimatpflege: zwei Wörter, ein Gedanke. Dieser zielt in erster Linie in die Richtung, erworbenes Kulturgut für die Nachwelt zu erhalten. Und zugleich auch das herrliche Stück Heimat, das uns anvertraut ist, so zu pflegen, daß sich auch die nach uns kommenden Generationen „daheimherum“ wohlfühlen.

Um diese Pflege richtig anzusetzen, ist das „Darüber-nachdenken“, was eigentlich „Heimat“ heißt, unerläßlich. Im erweiterten Sinn wird Heimat mit dem Geburtsort oder dem Ort, in dem man aufgewachsen ist, gleichgesetzt. Hinzu gehört auch die umgebende Landschaft, mit der man sich von klein auf geistig und seelisch verbunden fühlt. Bezogen auf Sasbach ist es nicht verkehrt, den Begriff der Heimat über das gesamte Sasbachtal bis hin zum gesamten Nordschwarzwald auszudehnen. Die Bewohner Mittelbadens, die hier im Dunstkreis der Hornisgrinde eben dieses Stück Heimat haben, haben dabei das Glück, in einem der reizvollsten Gebiete des ganzen Landes zu leben. Und hier, auf all den vielen Wanderwegen mit all seinen Sehenswürdigkeiten draußen in der Natur oder auch in all den vielen Städten und Dörfern sind die Mitglieder des Schwarzwaldvereins immer wieder unterwegs, diese Heimat auch „zu begreifen“ oder auch neu kennenzulernen.

Der älteren Generation denkt noch, daß die „Heimatkunde“ einst auch noch ein Unterrichtsfach war. Daß man damals den Schülern dabei auch ein Stück „Heimatliebe“ mit auf den Lebensweg gab, darf ruhig angenommen werden. Diese Heimatgedanken an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben, darf ruhig auch als ein Teil dieser „Heimatpflege“ angesehen werden.

Die Brücke von der „Heimat“ zur „Kultur“ läßt sich relativ leicht schlagen: seit Jahrhunderten sind es die Landwirte und Winzer, die immer noch das Landschaftsbild zwischen Schwarzwald und Rhein prägen. Natur und Kultur – diese Begriffe beschäftigten die Menschen sowohl „damals“ bis zur Gegenwart. Kultur in der Heimat waren und sind unter anderem nach wie vor in der Land- und Forstwirtschaft zu finden – ist unter „Kulturen“ ja auch die Reihenfolge landwirtschaftlich genützter Flächen „in Wald und Flur“ gemeint.

So schnell, wie sich alles Technische in den letzten Jahrzehnten entwickelte, veränderten sich „Kultur und Heimat“ glücklicherweise nicht. Geblieben ist noch immer viel Natur, aus der so vieles hervorkommt, mit ihren verschiedenen Jahreszeiten. Und diese Heimat gilt es auch in der sogenannten „modernen Welt“ zu erhalten. „Dienst an der Heimat“ könnte man diese Zukunftsaufgabe auch nennen.

Die Pflege von Kultur- und Heimat ist demnach „eine Fürsorgetätigkeit für besondere Angelegenheiten“ und darf sich dabei nicht auf einzelne Personen oder Vereine beschränken, sie betrifft alle Personen und Institutionen. Daß sich der Schwarzwaldverein diese Aufgabe mit auf die Vereinsfahne geschrieben hat, ist eine Selbstverständlichkeit.

  • Auf kleiner Ebene, wie beispielsweise bei der Pflege eines ökologisch wichtigen Gebietes, nehmen die Vereinsmitglieder diese Aufgabe gerne wahr. Die alljährliche Biotoppflege ist einer der Beweise dafür.
  • Auch die Beschilderung der Wanderwege, für die die Mitglieder der Schwarzwaldvereine maßgeblich verantwortlich zeichnen, sind „in Gottes freier Natur“ ein Stück Heimatpflege – ohne die Wegemarkierungen wären viele Sehenswürdigkeiten nicht oder nur schlecht aufzufinden. Schließlich sind in touristisch interessanten Gebieten, und das ist der gesamte Schwarzwald, auch viele Wanderer unterwegs, die sich „im schwarzen Wald“ nicht so gut auskennen und auf eine ausreichende Wegeführung angewiesen sind.
  • Die Instandhaltung des denkmalgeschützten Bismarckturmes auf der Hornisgrinde gehört seit der 2001 von Mitgliedern durchgeführten Sanierung auch zu den Aufgaben des Vereins.